Erster Aufenthalt in Chile ist in Puerto Octay. Der kleine Ort liegt direkt am Lago Llanquihue und wurde vor knapp 160 Jahren von deutschen Auswanderern gegründet, was noch an den Namen einiger Häuser erkennbar ist. Die schönen, alten Holzhäuser im Zentrum des Ortes vermitteln ein gemütliches Ambiente und wir spazieren vorbei an Häusern wie Casa Hausdorf Dörner, Casa Schmidt oder am Hotel Haase. Wir treffen zwar keinen deutschsprachigen Einwohner an, dafür aber eine ausgezeichnete Käserei direkt an der Plaza. Mit einigen leckeren Käse- und Wurstsorten an Bord geht es dann weiter entlang am Lago Llanquihue.

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01 Puerto Octay02 die deutschen Wurzeln sind nicht zu uebersehen03 von aussen nicht sehr schick04 aber innen gefaellt es uns umso besser

Im Südosten des Sees liegt der Vulkan Osorno. Der optisch perfekte Kegel des Osorno ist 2.660 Meter hoch und natürlich ist die Spitze schneebedeckt. Wir genießen den Anblick und umkreisen den Vulkan, um den Nationalpark „Vicente Perez Rosales“ zu besuchen. Der Parkplatz bei Petrohue am Lago „Todos los Santos“ ist ein reiner Vulkanascheplatz und es dauert ein wenig, bis wir einen einigermaßen festen Untergrund zum Parken finden. Entlohnt werden wir dafür mit Blick auf See und Vulkan im Hintergrund. Der Ausbruch des Vulkans Calbuco im letzten April hat hier seine Spuren hinterlassen und sowohl der Campingplatz wie einige Wanderwege sind noch gesperrt. Daher entscheiden wir uns schon nach einer Nacht den Nationalpark wieder zu verlassen und direkt hinauf auf den Vulkan Osorno zu fahren.

01 wir uebernachten am  Lago Todos los Santos02 der Vulkan laesst sich langsam blicken03 na wenn das nicht toll aussieht04 Vulkan Osorno05 Rio Petrohue06 Rio Petrohue07 immer wieder geniale Blicke auf den Vulkan08 Rio Petrohue

Unser Großer meistert die ziemlich steile Straße hinauf zum Parkplatz beim Skilift problemlos und wir parken am Rand des Skigebietes. Aktuell ist natürlich keine Skisaison, die Restaurants und Lifte sind aber für die Touristen geöffnet. Wir wandern lieber ohne den Lift zu benutzen die Wege hinauf und sind vom Anblick des Osorno sowie vom Ausblick auf die umliegende Landschaft echt beeindruckt. Der Osorno ist wunderschön geformt und gilt als einer der schönsten Vulkane Chiles. Vor unserem Mobil haben wir einen unglaublichen Ausblick auf den Lago Llanquihue, sogar den Ozean bei Puerto Montt können wir in der Entfernung erkennen. Am Abend sind alle Wanderer verschwunden und wir genießen mutterseelenallein in totaler Stille einen Sonnenuntergang der besonderen Art. Am nächsten Morgen dann liegt ein Wolkenteppich über der tiefergelegenen Region und wir können uns gar nicht sattsehen an solch einem Panorama. Was letztlich bedeutet, daß wir noch einen Tag und eine weitere Nacht auf einem Stellplatz bleiben, der sich mit zu den besten Übernachtungsplätzen unserer Reise zählen darf.

01 hier geht es hinauf zum Vulkan02 wir stehen in traumhafter Kulisse03 und geniessen diesen Ausblick04 wir laufen noch weiter hinauf05 interessante Gegend06 wir machen immer wieder Pausen07 Wolken erzeugen eine mystische Stimmung08 Blick auf den Lago Llanquihue09 Blick auf den Lago Llanquihue10 der Offroad-Bulli schlechthin11 Abendstimmung12 Mia findet es hier auch cool13 Traumplatz1415 ueber den Wolken16 Blick zum Vulkan Calbuco

Die Straße nach Cochamo ist größtenteils geteert. Ab Ralun, dem nördlichsten Punkt des Fjords „Estero de Reloncavi“, beginnt dann eine teilweise ziemlich schmale Schotterpiste bis Cochamo, einem kleinen Nest rund 15 km weiter südlich von Ralun. Der überschaubare Ort mit seiner alten Holzkirche ist schnell zu Fuß erkundet. Die Suche nach einem Stellplatz führt uns noch ein paar Kilometer weiter entlang der Staubstraße des Rio Cochamo. Am Abend ziehen dann dunkle Wolken auf und es beginnt zu regnen. Unsere Lebensmittel gehen zur Neige und die Sehnsucht nach schönerem Wetter, vor allem nach wärmeren Temperaturen, läßt uns am nächsten Morgen wieder zurückkehren zum Lago Llanquihue nach Puerto Varas.

01 weiter gehts nach Cochamo02 bei Sonne ist alles schoen03 alte Kirche in Cochamo04 im Innenraum der Kirche05 originelle Strassenbeschilderung06 Cochamo liegt am Fjord Reloncavi07 Blick in den Fjord08 Tante Emma Laden im Ort

Wir shoppen zwar ordentlich in Puerto Varas, übernachten aber in dem Ort Llanquihue. Der Steinwurf im Vorjahr, bei dem unser Solarpanel zerstört wurde, macht uns den Stellplatz in Puerto Varas irgendwie unsympathisch. Auf dem weiteren Weg nach Norden halten wir auch noch einmal in dem schönen Dorf Frutillar, dem kleinen, auf „deutsch“ getrimmten Touristennest. Einen Stopp wert ist Frutillar allemal, gibt es doch neben ein paar netten Restaurants mit deutschen Speisen im Angebot auch noch eine besonders zu empfehlende Bäckerei an der Strandpromenade.

01 wir sind wieder in Frutillar02 musikalischer Ort03 wir kuemmern uns um die wichtigen Sachen04 und welcher ist der Hundekuchen

Bei der Stadt Osorno nehmen wir die Straße in Angriff, die uns direkt an die Küste führt. Es soll hier ganz nette Strandabschnitte und Küstenorte geben, denen wir mal einen Besuch abstatten wollen. In Maicolpue parken wir an der Strandpromenade und genießen wieder einmal die Meeresbrise. Während Mia schnell ein paar Spielkameraden findet, um mit ihnen über den schönen, breiten Sandstrand zu hetzen, können wir dem Angebot der leckeren regionalen Fischspezialitäten nicht widerstehen.

01 es geht an die Kueste 02 wir fahren nach Maicolpue03 unter der Woche ist es hier sehr ruhig04 05 der Ort hat einen schoenen Strand06 fang mich doch07 in Pucatrihue08 mmhh - geraeucherter Fisch vom Grill09 wir fahren noch ein Stueck entlang der Kueste10 auch hier gibt es nette Ecken11 in Pucatrihue 12 Felsen mit Durchblick

Nach zwei Tagen fahren wir wieder vorbei an Osorno zum Lago Ranco. Der Rundweg um den See ist landschaftlich sehr schön, Übernachtungsplätze zu finden ist aber leider alles andere als einfach. Freie Plätze gibt es kaum, da die meisten Stellen am See in privater Hand und daher umzäunt sind. Aber die Preise der beiden Campingplätze, bei denen wir uns mal umsehen, lassen uns doch lieber weiter suchen und so parken wir halt einmal am Straßenrand im Ort „Lago Ranco“ und ein weiteres Mal neben einer schönen, alten Holzkirche am anderen Ende des Sees.

01 wir uebernachten zwar auf der Strasse02 machen es uns aber gemuetlich03 erste Flugversuche04 Rio Calcurrupe05 Blick auf den Lago Ranco06 kleiner Wasserfall07 wir finden doch noch einen Uebernachtungsplatz

Der Jahreswechsel steht vor der Tür und wir suchen nach einem schönen Platz, wenn möglich am Meer mit Blick auf das Selbige. Ruhig sollte er sein und genügend Platz für ein weiteres Mobil, da Martina und Lothar mit uns gemeinsam ins neue Jahr hineinfeiern und auch schon auf der Suche nach einem geeigneten Plätzchen sind. Wir fahren vorbei an Valdivia, suchen entlang der Küstenstraße und fahren bis nach Niebla. Auch hier ist kein schöner Stellplatz zu finden und wir kommen schließlich dank „iOverlander“ noch bis zum Strand der Playa Calfuco. Und hier…. ein Traum! Am Ende einer Wiese, direkt an der Klippe, mit super Blick aufs Meer und den Sonnenuntergang….. unser Platz! Eine Email an Martina und Lothar geschickt und am nächsten Tag stehen wir bereit für einen optimalen Einstieg in das nächste Reisejahr. Auch zwei Paare aus Brasilien haben den Weg hierher gefunden und gemeinsam mit Janeh und Toninho haben wir einen gemütlichen Silvesterabend, ganz ohne Böller!
Von unserer Klippe hat man einen genialen Blick auf das Meer und wir beobachten eine Gruppe Seelöwen, die jeden Tag in die Bucht kommen und einen riesigen Spaß daran haben, die großen Wellen zu reiten. Auch von ein paar Surfern lassen sich die Tiere nicht stören und gleiten gemeinsam mit der Truppe in die Bucht.

01 wir treffen uns wieder mit Martina und Lothar02 nette Gegend an der Playa Calfuco03 wieder haben wir ein Traumplaetzchen04 Blick von unserer Terrasse05 wir feiern gemeinsam ins neue Jahr06 die Maedels beim Morgenprogramm07 hier ist kaum was los08 Seeloewen surfen in der Welle09 die Surfer haben Konkurrenz10 wer surft die Welle besser11 der Nebel zieht ins Land12 Toninho hat gleich einen Fan gefunden13 Lothar brutzelt leckeren Lachs14 wir sind ein paar Tage laenger geblieben15 jeden Abend das gleiche Bild16 auch den Langnasen gefaellts

Nach 9 Tagen auf der Klippe der Playa Calfuco brechen wir wieder auf und beschließen, noch einen gemeinsamen Abschiedsabend bei der Brauerei von Kunstmann in Valdivia zu verbringen. Wir dürfen auf dem Parkplatz übernachten und können somit eines der leckeren Bierchen von Kunstmann mehr genießen. Das Essen ist zwar nicht gerade bayrisch, dafür aber die Musik, die uns nicht erst nach der 5. Wiederholung von „Rosamunde“ nervt. Trotzdem ein schöner Abschied von der MANni-Besatzung und wer weiß, wann wir uns wieder über den Weg fahren. Am nächsten Tag machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt Valdivia, bevor es für uns weiter in den Norden von Chile geht, während Martina und Lothar den südlichen Weg einschlagen.

01 Uferpromenade in Valdivia02 der Fischmarkt03 guenstiger Fisch04 Muscheln gibt es auch reichlich05 Turm von 178106 wir pendeln 07 Brauerei Kunstmann08 fesche Buam und Madln09 deutsche Gemuetlichkeit wird zelebriert10 deutsche Gemuetlichkeit wird zelebriert11 schoen wars mit euch12 wir schlafen gleich vor der Haustuer

 

 

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