Nach der schnellen Grenzabwicklung am Paso Los Libertadores halten wir ein paar Kilometer nach dem Zollgebäude noch kurz in einem kleinen Dorf und werfen einen Blick auf einen riesigen Felsbogen, dem man den Namen „Puente del Inca“ gegeben hat. Unter dem 48 Meter langen und 27 Meter hohen Bogen entspringt eine heiße, schwefelhaltige Quelle, weswegen dort an Ort und Stelle ein Thermalhotel gebaut wurde, welches aber schon 1965 durch einen Erdrutsch zerstört worden ist.

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01 wir sind wieder in Argentinien02 Aconcagua - mit 6962 m hoechster Berg Amerikas03 Puente del Inca04 eine Lawine zerstoerte dieses Thermalhotel05 nur ein paar Haeuser stehen hier06 ohne Mulis geht hier nichts 07 sie bringen Ausruestungen ins Basislager am Berg 08 Protest auf der Hauswand

Der anvisierte Übernachtungsplatz in Uspallata ist der Besucherparkplatz vom Museum Bovedas, das natürlich am späten Nachmittag schon geschlossen hat. Mich reizt ein Besuch des Museums eh nicht so sehr, wenn auch das Gebäude, eine ehemalige Silberschmelze mit drei Kuppeldächern, einen interessanten Eindruck macht. Aber dafür geht Claudia am nächsten Morgen gleich nach dem Frühstück durch das Museum, in dem ein paar archäologische Exponate der Inka-Zeit ausgestellt sind.

01 Las Bovedas - ehemalige Silberschmelze02 die Besichtigung ist kostenlos03 es gibt Infos ueber historische Plaetze in der Umgebung04 Reste der Anlage

Auf dem Weg nach Mendoza liegt der große Stausee Lago Potrerillos. Wir fahren an dem See entlang und entdecken einige nette Stellplätze. Einer davon gefällt uns so gut, daß wir gleich mal die Bremse treten, die Ruhe und den Ausblick genießen, und schließlich auch noch die Nacht über hier bleiben.

01 Lago Potrerillos02 die Wolken haengen tief03 wir finden ein nettes Plaetzchen04 auch Mia geniesst den Ausblick

In Mendoza sind wir mit Martina und Lothar verabredet. Als wir auf dem Camping ankommen, freuen wir uns sehr, daß auch Rita und Rudi, die eigentlich schon auf dem Weg nach Uruguay sein wollten, noch hier stehen. Da sind für die nächsten Tage gesellige Abende mit First-Class-Speisen vorprogrammiert und wir quatschen oft bis tief in die Nacht. In Mendoza gilt es neben Shopping auch diverse Arzt- und Zahnarzttermine wahrzunehmen, um uns mal wieder auf Vordermann bringen zu lassen. Der Camping liegt leider ziemlich ungünstig 18 km außerhalb der Großstadt und mit dem Mobil in die City zu fahren ist nicht wirklich ratsam. Da wir aber des Öfteren ins Zentrum müssen, trifft es sich gut, daß wir Taxifahrer Diego kennenlernen. In den folgenden Tagen genügt eine SMS und er oder sein Bruder kommen und chauffieren uns nach und durch Mendoza.

01 Weingegend Mendoza02 noch einmal treffen wir uns mit Freunden03 gesellige Tage und Abende sind vorprogrammiert04 der Osterhase hat es bis Argentinien geschafft05 Mendoza ist eine gruene Stadt06 mit Martina und Lothar in Mendoza07 eine der vielen Parkanlagen08 Pizza al gusto

Neben Rita und Rudi, Martina und Lothar und uns gibt es noch ein viertes Traveller-Paar, das vor 6 Jahren fast zum gleichen Zeitpunkt die Reise durch Amerika in Halifax begonnen hat. Simone und Olaf sind zwar gerade in Chile und auf dem Weg nach Mendoza, haben es aber leider nicht mehr rechtzeitig zu einem Treffen mit uns allen geschafft. Als wir dann nach 9 Tagen Mendoza wieder verlassen, überschreiten die Beiden gerade die Grenze am Paso Los Libertadores und wir vereinbaren ein Treffen am Lago Potrerillos. An dem schönen Stellplatz gibt es dann nach zwei Jahren endlich wieder mal ein Wiedersehen mit Simone, Olaf und ihren Hunden Paco und Mexi. Und weiter gehen die Geselligkeitsfestspiele……

01 noch einmal sind wir am Lago Potrerillos02 wir treffen uns mit Simone und Olaf03 es gibt viel zu erzaehlen04 nach ueber 2 Jahren sehen wir uns wieder05 Mexi bei ihrer Lieblingsbeschaeftigung06 Waschtag fuer unsere Fellnasen07 die Vorbereitungen laufen08 und wieder ein gemuetlicher Abend

Nach drei Tagen am Lago Potrerillos geht es weiter in nördlicher Richtung, da wir diesmal über den Paso Agua Negra nach Chile einreisen wollen. Auf dem Weg übernachten wir in Barreal und wandern am nächsten Tag ein wenig durch die Sierra del Tontal zum Felsen „El Alcazar Siete Colores“.

01 wandern in der Sierra del Tontal02 eine tolle Gegend03 kurze Pause einlegen0405 es geht immer weiter nach oben06 der Ausblick von oben07 ein Spielplatz nach Mias Geschmack08 es gibt einiges zu sehen

Auch die weitere Strecke zum Agua Negra ist sehr reizvoll und wenig befahren. Gemütlich fahren wir die Routa 412 entlang bis nach Calingasta. Der Plan, noch weiter auf der Routa 412 nach Norden zu fahren, wird schnell verworfen. Die Teerstraße soll hier nämlich bald in Schotter übergehen, und nachdem am Paso Agua Negra rund 100 km Schotterpiste auf uns warten, entschließen wir uns lieber noch einen kleinen Umweg einzubauen. Auf der geteerten Routa 149 geht es wesentlich angenehmer voran und wir übernachten in einem ausgetrockneten Flußbett am Rio San Juan.

01 die Strassen sind nicht gerade die Besten02 aber die farbigen Berge gefallen uns03 wir uebernachten in einem ausgetrockneten Flussbett04 unser Nachbar kommt vorbei05 die Gegend aendert sich wieder06 alte verlassene Mine

Knapp 18 Tage waren wir jetzt in Argentinien, schon geht es wieder Richtung Chile. In Las Flores holen wir uns am argentinischen Zoll die Ausreisestempel. Das chilenische Zollhäuschen befindet sich erst in über 170 km(!) Entfernung. Wir müssen dem argentinischen Grenzbeamten mitteilen, daß wir auf der Strecke übernachten werden. Er notiert sich unsere Namen mit der Begründung, es könnten eventuell die chilenischen Zöllner nach uns fragen. Die ersten 30 km sind geteert, und noch bevor die Straße schlechter wird übernachten wir an einem kleinen Bach kurz vor einer Schranke, an der ein argentinischer Grenzer nochmals unsere Pässe kontrolliert. Am nächsten Tag starten wir dann den beschwerlichen Teil der Paßüberquerung, deren höchster Punkt auf 4753 m liegt. Wir arbeiten uns ganz gemütlich hinauf und fahren durchwegs durch eine Traumkulisse. Sind wir am Morgen noch ziemlich alleine unterwegs, kommen uns am Nachmittag doch immer mehr Fahrzeuge entgegen. Mist, es ist ja Ostersonntag. Die Argentinier beenden ihren Kurzurlaub in Chile und fahren heut zurück. Zum einen müssen wir deswegen sehr oft stehen bleiben und Ausweichmöglichkeiten schaffen, zum anderen ist an manchen Stellen aber die Spur so schmal, daß fast kein Vorbeikommen am Gegenverkehr möglich ist. Zum Glück sind wir in kritischen Situationen immer auf der Bergseite. Aber schon der Blick in die teils angsterfüllten Gesichter manch entgegenkommender Insassen der Fahrzeuge setzt einen unter Stress, wenn sie sich Zentimeterweise an uns vorbeischieben, die rechten Räder am Rand der Piste. Denn ganz oben, an den engsten Stellen, gibt es keine Leitplanken. Es wird schon fast Dunkel, als wir die chilenische Zollstation erreichen. Den Herrschaften hier ist es wohl sehr langweilig, denn zu fünft kontrollieren sie unser Fahrzeug nach „verbotenen“ Lebensmitteln und diesmal werden alle Schränke und Klappen geöffnet und der Inhalt sorgfältig durchsucht. Sie werden nicht fündig und lassen uns freundlicherweise gleich vor dem Ausfahrtstor übernachten, da die Nacht schon herein gebrochen ist.

01 heute geht es ueber den Paso Agua Negra02 wir machen uns auf den Weg nach Chile03 hier oben wird es langsam frisch04 ueber 100km Piste liegen vor uns05 kleine Reste der Schneefelder06 unser Grosser wirkt ganz klein0708 es geht entlang hoher Buesser-Schneefelder09 der Wind formt diese Zacken10 Aussergewoehnliches auf unserem Weg11 das haben wir schon alles hinter uns12 wir sind am hoechsten Punkt angekommen13 jetzt rollen wir schon auf chilenischem Gebiet14 weiter geht es durch grandiose Landschaften15 manchmal wird es etwas eng auf der Piste16 wir fahren durch einen Farbkasten der Natur17 ueber die Haelfte haben wir schon geschafft18 leider gibt es heute extrem viel Gegenverkehr19  was fuer Farben20 vorbei am Stausee

 

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