Wir waren ja nun schon ein paar Mal in Uruguay und jedes Mal zog es uns irgendwie zu den Thermen von Arapey. Auch diesmal führt uns der Weg von Salto aus schnurstracks zu dem Platz, wo wir vor fast 2 Jahren unsere Mia gefunden haben. Ina und Hajo mit ihren Hunden sind auch dabei. Zu dieser Jahreszeit ist hier so gut wie gar nix los und wir können die Becken meist alleine genießen. Ein einäugiger Collie, den wir schon von unseren Besuchen der letzten Jahre her kennen, ist mit ziemlicher Sicherheit der Vater unserer Mia. Waren wir letztes Mal noch nicht so sicher, ist mittlerweile die Ähnlichkeit einfach zu deutlich. Nachdem keine anderen Besucher hier sind, bleibt der Papa auch gleich bei uns, hat er doch hier neben Mia noch die drei schwäbischen Mädels ums sich und zum Fressen gibt’s auch reichlich. Fast täglich wird der Grill angefeuert und wir lassen es uns hier richtig gut gehen. Schließlich gesellen sich auch noch Martina und Lothar zu uns. Die Beiden haben sich zu unserer großen Erleichterung bereiterklärt, uns Mia für die Zeit unseres Deutschlandbesuchs zu betreuen. Und um sich optimal darauf vorzubereiten, haben sie ein wenig auf die Tube gedrückt und werden nun in die Hundeschule eingewiesen. Lothar trainiert schon mal mit unserem Holzhund, der uns schon 2013 in Kolumbien von Simone und Olaf geschenkt wurde. Auch damals hieß die Vorgabe „trainiert mal schön, bis ihr nen eigenen, einen richtigen Hund habt“.

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01 wir sind gemeinsam in Arapey02 fast taeglich wird gegrillt03 hier werden die Kalorien wieder abtrainiert04 uns gefaellt Arapey noch immer05 bunte Vogelwelt06 Martina und Lothar sind auch eingetroffen07 spassige Grillrunde08 Lothar uebt schon mal fuer die naechsten Wochen09 Mia sieht das recht entspannt10 lange Spaziergaenge11 unsere Wasserratten12 sogar Mias Papa ist heute mit ins Wasser

Nach 22 Tagen verabschieden wir uns von Ina und Hajo, die in Kürze von Buenos Aires nach Deutschland zurück fliegen. Wir bleiben noch 2 Tage in Arapey und fahren dann mit Martina und Lothar gemütlich Richtung Süden. Die erste Etappe auf dem Weg nach Montevideo endet aber schon nach knapp 70 km Fahrt, da wir am Rio Uruguay einen tollen Platz direkt am Fluß finden. An der Stelle ist der Fluß gut 3 km breit, wir erkennen aber am Abend auf der argentinischen Seite des Flusses Ina und Hajo und begrüßen uns erst per Lichtzeichen, bis dann sogar unsere Hunde per lautem Gebell miteinander kommunizieren.

01 wieder am Rio Uruguay - aber auf der anderen Seite02 auch Martina uebt schon mit Mia03 Sundowner04 glutrot geht die Sonne unter

Nächster Stopp ist dann schon an der Küste östlich von Montevideo bei Atlantida. Erst wird ordentlich eingekauft, bevor wir an der Rampla in Atlantida, gleich neben dem „Adlerhaus“ einen Übernachtungsplatz finden. Das Adlerhaus „El Águila“ wurde 1945 von einem reichen, italienischen Geschäftsmann namens Natalio Michelizzi gebaut, hat aber leider schon Teile seiner künstlerisch gestalteten Front ans Meer abtreten müssen. Somit ist von dem Delphinkörper so gut wie nichts mehr zu erkennen, während der Adlerkopf majestätisch über dem Strand thront und aufs Meer hinausblickt. Und dann ist Mias zweiter Geburtstag. Sie bekommt zwei Fleischpflanzerl mit Kartoffelpüree, nicht ohne vorher Modell stehen zu müssen. Man sieht ihr an, was sie davon hält. Am nächsten Morgen dann ein letzter Strandspaziergang mit Mia, bevor wir nach Deutschland fliegen und sie in die Obhut von Martina und Lothar übergeben.

01 Kueste bei Atlantida02 das Adlerhaus in Atlantida03 Adlerhaus04 Adlerhaus05 wir geniessen wieder Strandspaziergaenge06 netter Nachtplatz auf unserem Weg07 Mia feiert ihren zweiten Geburtstag08 ein letzter Strandspaziergang

Fünf, sagen wir mal „kurzweilige“, Wochen in Deutschland sind vorbei und wir landen wieder in Montevideo. Bevor wir uns das Busticket kaufen können, entdecken wir schon Lothar versteckt hinter einer Säule im Flughafengebäude. Und außerhalb des Flughafengebäudes begrüßt uns dann Martina mit Mia, die nicht, wie befürchtet, schmollt, daß wir sie alleine gelassen haben, sondern einen Freudentanz aufführt, der unsere Flugstrapazen gleich verfliegen läßt. Bei den Schweizern Sylvia und Heinz, bei denen wir schon zum zweiten Mal unser Mobil abgestellt haben, können wir uns dann wieder eingewöhnen und die mitgebrachten Teile im Fahrzeug verstauen oder gleich einbauen. Lothar sei Dank sind die Zusatzventilatoren für den Kühlschrank sowie zwei weitere Filter fürs Trinkwasser zügig eingebaut. Dann wird wieder unser typisches Leben eines Reisenden angetreten. Strandspaziergänge mit Hund, gemütliche „Sundowner-Treffs“ und Erfahrungsaustausch mit anderen Reisenden.

01 wir kommen zurueck nach Montevideo02 endlich wieder zusammen03  die Freude ist riesig04 Mia gibt alles05 wieder im Paraiso Suizo06 das haben wir vermisst07 austoben am Strand08 immer mehr Reisende treffen ein

Nach einer Woche im Paraiso Suizo geht es dann weiter, um langsam entlang der Küste Uruguays die Grenze Brasiliens zu erreichen. Auf der Autobahn fängt unser Großer aber an, stark nach rechts zu ziehen und wir suchen in Maldonado nach einer Werkstatt. Im dritten Anlauf sind wir dann erfolgreich und die Mechaniker dort verstehen ihr Handwerk. Die Spur war zum einen komplett verstellt, beide Schrauben der Spurstange locker. Zum anderen war der rechte Vorderreifen scheinbar der hauptsächliche Übeltäter für die aufgetretenen Probleme und der Reifen wir neu aufgezogen, gewuchtet und wieder montiert. Die Fahrt kann wieder „in der Spur“ fortgesetzt werden. Aber nicht, bevor wir am Hafen in Punta del Este den Fischverkaufsstellen einen eingehenden Besuch abstatten.

01 wir sind in Punta del Este02 frischer Fisch wird gekauft03 er haette gerne was von unserem Fisch04 Eisbecher ausschlecken

Wir finden bei den Dünen von La Paloma einen schönen Platz am Meer und bleiben für 4 Tage. Martina und Lothar nutzen die Zeit noch zu den mittlerweile gewohnten Strandläufen mit Mia, die den Beiden in den letzten Wochen sehr ans Herz gewachsen ist. Gemütliche Abende mit gemeinsamen Abendessen sind an der Tagesordnung.

01 Leuchtturm von La Paloma02 kilometerlange Straende03 wir finden wieder einen schoenen Platz04 riesiger Spielplatz

Wir sagen "La Paloma ade" und steuern Punta del Diabolo an, unserem letzten, gemeinsamen Standplatz mit Mia´s Lieblingsersatzeltern. Wir parken auf der Landzunge des Ortes und nach einem weiteren schönen Abend mit den Beiden verabschieden sich Martina und Lothar schweren Herzens von Mia, die auch ganz schön bedröppelt dreinschaut. Mia war bei den Beiden in besten Händen und wir konnten laufend auf vielen, von Martina gesendeten Bildern erkennen, daß wir gar nicht so sehr vermisst wurden. Ein tränenreicher Abschied von den Beiden, die sich auf den Weg nach Paraguay machen, während wir weiter nach Norden ziehen. An dieser Stelle noch einmal ein riesiges Dankeschön an Martina und Lothar für die super Betreuung unserer Mia – welche die Beiden auch ganz fest in ihr Herz geschlossen hat.

01 Punta del Diabolo02 noch ist hier nix los03 leerstsehende Gebaeude04 ein paar Fischer arbeiten noch05 wir stehen auf der Landzunge06 ein letzter Ausflug mit Mia07 noch ein Abschiedskuesschen fuer Martina08 das truebe Wetter passt zur Stimmung

Wir sind im Parque Nacional Santa Teresa und parken auf dem etwas abseits der Küste im Wald gelegenen Campingplatz. Das schlechte Wetter verhindert größere Spaziergänge im Park und wir warten mal auf den nächsten Morgen. Das Wetter ist nicht besser, im Gegenteil, der Wind wird immer stärker und langsam wird uns etwas mulmig unter den dicken Ästen der Bäume. Wir brechen dann doch lieber auf und wollen den Park verlassen, doch dafür ist es nun schon zu spät. Sämtliche Straßen sind von umgestürzten Bäumen oder großen Ästen versperrt und wir drehen wieder um. Aber auch der Weg zurück ist nun versperrt. Wir können aber die dicken Äste noch bewegen und fahren schließlich aus dem Wald heraus zu einem „baumlosen“ Parkplatz in Küstennähe, wo wir für ein paar Stunden heftigst durchgeschüttelt werden. Am nächsten Morgen ist dann wieder Ruhe eingekehrt und wir können noch kurz das Fortaleza Santa Teresa besichtigen, bevor wir weiter an die Grenze zu Brasilien fahren.

01 Fortaleza Santa Teresa0203 verschiedene Raeume koennen besichtigt werden04

Wir hatten wieder einmal eine schöne Zeit in Uruguay und genießen noch zwei weitere Tage an der Küste von Coronilla. Dann geht es über Chuy nach Brasilien, wo wir zuletzt zur Fußballweltmeisterschaft 2014 gewesen sind. Mal sehen, wie weit wir es diesmal schaffen.

01 endlich wieder schoenes Wetter02 Mia auf ihrem Beobachtungsposten03 Uruguay hat viele einsame Straende04 Moewen ziehen vorbei

 

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