Argentinien XXXIII

 

argaiv1511

Gemeinsam mit Christiane und Horst geht es über die Ruta 3 nach Puerto Madryn. Bevor wir in die Stadt fahren, machen wir noch einen kleinen Abstecher an die „Playa Las Canteras“, um eventuell noch ein paar Wale auf der Durchreise zu entdecken. Doch zu dieser Jahreszeit ist es schon schwierig, noch auf Wale zu treffen und nach einer Nacht in der Nähe der Playa Doradilla geht es ohne Walsichtung nach Puerto Madryn.
Der uns bekannte Übernachtungsplatz an der Strandpromenade von Puerto Madryn ist leider mittlerweile für Wohnmobile verboten. Aktuell gibt es aber direkt gegenüber einen Schotterplatz, auf dem das Parken noch geduldet wird. Wir suchen uns einen ruhigen Platz, richten uns ein und nach einem Spaziergang entlang der schönen Uferpromenade geht’s zum Fischessen ins Restaurant Malon.

01 es geht zur Playa Las Canteras02 wer sieht den ersten Wal03 wiedermal in Puerto Madryn04 ein paar Seehunde liegen am Steg0506 wir gehen lecker Essen0708

Nach 5 Tagen in Puerto Madryn fahren wir an die „Playa Santa Isabel“ bei Rawson. Traumhaft und einsam stehen wir hier für ein paar Tage und genießen die Ruhe. Nur Meeresrauschen, kein Verkehrslärm oder laute Musik.... so ist es uns am liebsten. Die Strandspaziergänge sind außerdem sehr interessant. Sie führen uns zu einer Kolonie von Seeelefanten, vorbei an einem toten Wal, den es an Land gespült hat, sowie zu den Steinskulpturen am Strandabschnitt von „Artesanías Esculturas 2016“, welche nur bei Ebbe zu entdecken sind.

01 wir haben wieder einen genialen Platz gefunden02 Playa Santa Isabel0304 auch Mia findet es hier einfach cool05 schoener Weg entlang der Klippen06 und dann entdecken wir noch Seeelefanten070809 Sonnenaufgang10 Ebbe11 die drei Maedels erkunden die Gegend12 bei Ebbe sieht man diese tollen Skulpturen1314 Christiane misst den toten Wal1516 vier Geniesser

Nach 4 erholsamen Tagen geht es nur ca. 80 km auf der RP1 weiter in südlicher Richtung, um den nächsten Strand zu erreichen, der ähnlich gute Eigenschaften aufzuweisen hat. Die Playa Escondida ist noch weiter abgelegen von größeren Ortschaften und daher noch einsamer. Auch hier liegen viele Seeelefanten am Strand und die Spaziergänge machen einfach Laune. Einer dieser Spaziergänge führt uns rund 3 km nach Süden und wir entdecken eine riesige Kolonie Seeelefanten unterhalb einer langgezogenen Klippe. Wir finden diesen Teil der Playa Escondida deutlich schöner als unseren bisherigen Übernachtungsplatz und entscheiden uns gemeinsam zu einem Umzug.

01 Weg zur Playa Escondida02 hier leben mehrere Seeelefanten Kolonien030405060708091011 wir finden weitere einsame Plaetze12 hier sind noch mehr Seeelefanten

Und stehen wieder auf einem Stellplatz der Marke „traumhaft“!!! Auf den nächsten Kilometern sind gleich mehrere Kolonien an Seeelefanten zu finden. Wir zählen über 200 dieser großen, gewichtigen Robben. Und es macht Spaß, die Gruppen zu beobachten, auch wenn sie zu 90 % des Tages nur faul am Strand liegen und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Und da für die nächsten Tage nur Sonne angekündigt ist, bleiben wir einfach, so lange es uns gefällt....

01 schnell haben wir umgeparkt02 wir sitzen in der ersten Reihe03 die Machos ueben fuer die Zukunft04 unser Freiluftkino050607 es gibt aber auch noch andere Tiere hier08091011 die Kamera immer griffbereit121314 viele Kilometer laufen wir entlang der Kueste15 natuerlich bleiben wir wieder einige Tage hier16

….oder eben bis sich das Wetter ändert. In zwei Tagen soll ein starker Sturm über die Gegend ziehen und wir machen uns dann doch lieber aus dem Staub. Da diese Gegend mehrheitlich flach und staubig ist, ist es gar nicht so leicht, einen Platz zu finden, an dem man sich ein wenig verstecken kann. Wir entscheiden uns, die 100 km zu einem Refugio namens „Cabo Raso“ in Angriff zu nehmen. Schon der Weg dorthin entlang der Ruta 1 hat seine „Foto-Momente“!

01 Guanakos entlang der Strecke02 wir fahren weiter auf der Ruta 103 was ist hier denn passiert04 ein Platz fuer die Nacht ist gefunden05060708 Patagonien ist windig

Bei der Ankunft im Refugio Cabo Raso fragen wir uns erstmal, ob es hier überhaupt einen Platz gibt, der uns wirklich vor dem Sturm schützen soll. Alles ist genauso flach wie die letzten 100 km. Die beiden einzigen verbliebenen Einwohner von Cabo Raso, gleichzeitig Anbieter eines kleinen Restaurants, einem Minimarkt und einer Campingmöglichkeit, zeigen uns einen windgeschützten Platz auf der anderen Straßenseite hinter Büschen. Wir parken, spazieren die wenigen Sehenswürdigkeiten der Location ab, duschen und essen am Abend in dem gemütlichen Restaurant. Am nächsten Morgen geht’s dann los und der Sturm ist so heftig, daß wir ganz froh sind, uns für diesen Unterschlupf entschieden zu haben. Zwei Tage dauert das Unwetter und wir machen mal das, was wir am besten können. Siesta!

01 Cabo Raso ist ereicht02 ein Refugio in der Abgeschiedenheit03 wir stehen einigermassen geschuetzt04 Ruinen einer ehemaligen Siedlung05 ein Bunker06 und so sieht es im Bunker aus0708 kleiner Friedhof09 die Chubasco kenterte 2002 vor der Kueste101112 Horst wirft noch einen Blick ins Innere13 Restaurant in der Einsamkeit1415 das angekuendigte Unwetter naht16

Die Qualität des angebotenen Wassers bei Cabo Raso war nun nicht so, daß man sich das in den Wassertank schütten möchte und wir steuern das kleine Fischerdorf Camarones an. Hier finden wir brauchbares Wasser an einem öffentlich zugänglichen Wasserhahn und nutzen gleich die Möglichkeit, im historischen Supermarkt unseren Kühlschrank wieder zu füllen. Um die mittlerweile gewohnte Schlafqualität zu erhalten, geht’s zur Übernachtung an die Playa Piedras Blancas.

01 wir haben den kleinen Ort erreicht02030405 Supermarkt von 190006 hier koennen wir einkaufen07 zum Uebernachten fahren wir wieder an den Strand08

Keine 20 km von diesem Schlafplatz entfernt liegt das „Cabo dos Bahias“. Ein Naturreservat in malerischer Kulisse, wo zu dieser Zeit knapp 20.000 Magelanpinguine anzutreffen sind. Christiane und Horst bieten uns an, auf Mia aufzupassen und so treffen wir uns an der Playa Caleta Carolina kurz vor der Pinguinkolonie und können diese in aller Ruhe besuchen.
Um die Tiere nicht zu stören, spaziert man hier auf erhöhten, aufwendig installierten Gitterwegen. Man hat Einblicke in die Nester und das bunte Treiben dieser lustigen Tierchen. Besonders gut gefällt uns der Blick auf die Bucht, an der die futterbringenden Elternteile mit irrer Geschwindigkeit einschwimmen und dann an den Strand hüpfen. Ohrenbetäubendes Geschrei der wartenden Elternteile lockt dann den jeweiligen Partner zu seinem Nest. Diese Szenerie so beobachten zu können, ist schon etwas besonderes. Am späten Nachmittag sind wir wieder zurück bei Christiane und Horst und nehmen unseren Hund in Empfang, der uns nicht wirklich vermisst hat bei den Beiden.

01 es geht zu einer Pinguin Kolonie02 Pinguin Kolonie Cabo Dos Bahias03 Magellan Pinguine04 der flaumige Nachwuchs05 Abkuehlung tut gut06 neugierige Tierchen auf unserem Weg070809101112 wir laufen bis ans Ende des Naturreservats131415 Christiane Horst und Mia haben hier auf uns gewartet16

Nächster angepeilter Strand auf unserer Tour ist die Playa Patriada. Christiane und Horst haben für kurze Zeit andere Pläne und wollen zu Silvester wieder zu uns stoßen. Wir genießen unseren Weihnachtsabend mit Langusten und Spaghetti bei leckerem, argentinischem Weißwein. Zum Abschluß ein Tiramisu und ein kurzes wie für uns perfektes Weihnachten findet sein Ende.
Unsere Bremsen quietschen so laut, daß wir sie mal lieber kontrollieren lassen wollen. Beim „Imperium der Bremsen“ in Comodore Rivadavia übernehmen sie den Job, machen uns aber klar, daß das Quietschen von der schlechten Art der Bremsbeläge herrührt und die Bremskraft einwandfrei ist. Auch recht! Und weiter geht’s!

01 Playa Patriada02 bei Ebbe geht es den Strand entlang03040506 feines Weihnachtsessen070809101112 wir lassen unsere Bremsen ueberpruefen

Comodore Rivadavia ist eine ziemlich große Stadt. Kein Wunder also, daß der eigentlich angepeilte Übernachtungsplatz am stadtnahen Strand ziemlich gut besucht ist. Nach den letzten Wochen können wir so einen überfüllten Platz aber gar nicht gebrauchen und suchen uns einen ruhigeren Platz weiter südlich. Nach ein paar Kilometern kommen wir in eine Polizeikontrolle und fragen gleich den Comandante, wo wir denn hier in der Nähe schön ruhig am Strand übernachten könnten. Dein „Freund und Helfer“ zeigt uns doch tatsächlich einen perfekten Platz, nicht weit nach der Polizeistation. Nach 3 erholsamen Tagen treffen wir dann bei einer Seelöwen Kolonie bei Caleta Olivia wieder auf Christiane und Horst.

01 eigentlich wollten wir hier uebernachten02 aber wir finden einen besseren und einsameren Platz03 Mia tobt sich aus040506 wir treffen uns wieder in Caleta Olivia07 eine Seeloewen Kolonie08

Wir finden kurz vor Puerto Deseado eine Abfahrt zu einem Parkplatz am Rio Deseado, der perfekt geeignet ist, um hier am Silvesterabend gemütlich zusammenzusitzen und den Ausblick auf die gegenüberliegende Vogelinsel zu genießen. Es gibt hier kein Feuerwerk zu hören und wir freuen uns über ausschließlich(!) Naturgeräusche. Der Platz gefällt uns allen so gut, daß wir gleich mal eine ganze Woche hier bleiben werden!

01 Natur pur bei Puerto Deseado02 eine reiche Tierwelt vor unserer Haustuer03 einfach nur geniessen04 perfekter Silvester Spot05 unterwegs auf dem Camino Costero0607 Canadon Torcido08 ein heimischer Hundekumpel begleitet uns09101112

Der Rio Deseado wird zum Meer hin immer breiter und es sind auf den letzten Kilometern des Flusses einige Inseln zu finden. Eine dieser Inseln, die „Isla de los Pajaraos“, ist eine riesige Vogelinsel, auf die wir von unseren Wohnmobilen aus einen tollen Blick haben. Eine andere Insel im Meer beherbergt zahlreiche Seelöwen, während auf der Isla Pinguino viele Pinguine, in diesem Fall sogar die „Rock Hopper Pinguine“, zu finden sind. Im Hafen von Puerto Deseado werden von „Darwin Expediciones“ Bootstouren zur „Isla Pinguino“ angeboten und Claudia, Christiane und Horst kaufen sich ein Ticket. Mir fehlt die Lust auf weitere Pinguine und ich entscheide mich, die Mobile mit Mia zu bewachen. Danach wird mir aber von einer lohnenswerten Tour erzählt, die ich da verpasst habe. Die Drei haben viel Spaß mit einer Gruppe „Commerson Delfinen“, die das Boot eine Zeit lang begleiten. Auf den diversen Stationen der Tour beobachten sie viele Seelöwen, Magellan Pinguine, und vor allem die sogenannten Rock Hopper Pinguine, die einzige Kolonie die es in Patagonien gibt.

01 Tour zur Isla Pinguino02 Commerson Delfine begleiten uns ein Stueck0304 neugierige Seeloewen05 unser Ziel die Isla Pinguino06 viele Seeloewen leben hier07 hier brueten die Magellan Pinguine08 die ersten Federn verschwinden09 Leuchtturm von 190310 die einzige Kolonie Felsenpinguine in Patagonien lebt hier11 die sehen echt putzig aus12 die Einen streiten sich13 die Anderen sind zaertlich14 sie kommen von der Nahrungsaufnahme zurueck15 der Feind lauert bleibt aber erfolglos16 sie springen an Land1718 gleich haben auch sie es geschafft1820

Für zwei Tage geht es noch an die „Costa Norte“, einen anderen Strandabschnitt von Puerto Deseado. Hier genießen wir die vorerst letzten Tage an Argentiniens Küste. Und wir verabschieden uns auch von Christiane und Horst, deren Weg noch weiter in den Süden geht, während wir uns auf den Weg in Richtung Chile begeben. Unsere dreimonatige Aufenthaltserlaubnis für Argentinien neigt sich dem Ende zu.

01 wir fahren noch in eine andere Bucht des Ortes02 bei Ebbe kommt man zu einer Hoehle03040506 unsere letzten Tage am Meer0708 Naturpools entlang der Kueste09101112

Bei dem Ort Fitz Roy geht es für uns quer durchs Land nach Westen. In Perito Moreno bleiben wir dann notgedrungen länger als geplant. Heftige Stürme sind gemeldet, Claudia verletzt sich den Knöchel und Mia hat Probleme mit den Augen. Der Wind und die vielen Spieleinheiten im Sand haben ihr wohl etwas zugesetzt und der Veterinär verordnet ihr Augentropfen. Diese zu Verabreichen ist für die nächsten Tage eine Herausforderung für uns, da Mia es – verständlicherweise – so gar nicht leiden mag. Aber mit Ruhe und kaputtem Knöchel schafft es Claudia dann doch immer wieder und Mia´s Augen werden von Tag zu Tag besser!

01 es geht Richtung Chile02 entspanntes miteinander03 ein heftiger Sturm zieht ueber uns hinweg04 Mia will keine Augentropfen



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