Chile XII

 

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Es ist Mittwoch und bei Los Antiguos geht’s über die Grenze nach Chile. Zur Begrüßung gibt es einen Sturm mit über 100 Stundenkilometern und unsere geplante Fährüberfahrt nach Puerto Ingeniero Ibanez wird gleich mal gecancelt. Am Freitag 17 Uhr können wir es wieder probieren. Zwei Tage im Grenzort Chile Chico sind für uns kein Problem. Wir spazieren ein paar Mal durch den Ort, machen den Kühlschrank voll und schauen zu, wie der Wind die Wellen durch die Bucht treibt. Am Freitag ist der Sturm zwar noch immer mit 70 km/h ziemlich heftig, aber die Fähre legt mit uns ab. Ein paar Stunden später sind wir dann über den Lago General Carrera geschippert und legen in Puerto Ibanez an.

01 wir sind wieder in Chile02 unterwegs in Chile Chico03 warten auf die Faehre040506 Lago General Carrera0708 gleich haben wir unser Ziel erreicht

Das Städtchen Puerto Ingeniero Ibanez ist ganz gemütlich, die Straßen gepflegt und die Strandpromenade schön angelegt. Und auf dem Festplatz findet am Samstag auch noch ein Rodeo statt. Das lassen wir uns nicht entgehen. Nicht spektakulär, aber ganz unterhaltsam verläuft dieser Nachmittag und wir suchen uns am Abend einen netten Übernachtungsplatz am Strand. Wir finden auch Einen! Der ist schön, der ist ruhig, der ist perfekt.... bis um 5 Uhr die letzten Besucher der Party beim Rodeo rausgeschmissen wurden und nun die Nacht aber genau neben uns bei extrem lauter Musik beenden wollen. Schnell ist der Motor gestartet und wir suchen uns ein ruhiges Plätzchen am Fähranleger.

01 in Puerto Ibanez02 tolle Kunst aus Mosaiksteinen0304050607 es findet auch ein Rodeo statt0809101112

Nach einem kleinen Spaziergang am Wasserfall „Salto del Rio Ibanez“ geht es in nördlicher Richtung weiter und nach gut 30 Kilometern sind wir mal wieder auf der Carretera Austral unterwegs. Wir finden schöne Übernachtungsplätze am Rio Blanco bei Las Horquetas und am Rio Simson bei Villa Los Torreones. Dort stehen wir auf einer Wiese am Fluß und genießen den Abend. Noch vor Anbruch der Dunkelheit kommt ein Leih-Camper zu unserem Platz und zwei Touristen aus Nürnberg steigen aus. Mit Bianca und Stefan haben wir einen schönen Abend und es gibt natürlich viel zu erzählen.

01 Abstecher zum Salto Rio Ibanez02030405 Blick auf den Cerro Castillo06 unterwegs auf der Carretera Austral07 am Rio Blanco bleiben wir08 Ver und Entsorgung auf der Carretera09 wir vertreten uns etwas die Beine1011 Margariten so weit das Auge reicht12 am Rio Simson uebernachten wir

Weiter geht die Tour bis zur Laguna Torres. Wir finden eine freie Ecke auf einem Parkplatz, der von zahlreichen Carretera-Austral-Touristen zur Nacht aufgesucht wird. Wohnmobile, Vans, Zelte – mit Auto, Fahrrad oder per Anhalter – Reisende jeder Art übernachten hier neben uns am See. Darunter auch die beiden Anhalterinnen Ron und Shani aus Israel. Sie wollen am nächsten Morgen in die gleiche Richtung wie wir und steigen bei uns ein. Als die Beiden uns mitteilen, sie möchten die Wanderung zum Mirador Lago Las Torres machen, schließt sich Claudia ihnen spontan an. Mein Knie macht eh wieder Schwierigkeiten und so bewacht Mia mit mir das Fahrzeug am Parkplatz.

Interessant wird dann die Weiterfahrt an der „Cuesta Queulat“. Eine schmale, kurvenreiche Strecke, die es in sich hat. Vor allem dann, wenn einem LKW´s entgegen kommen. Und von denen brachten uns Einige ins schwitzen. Der Schwächere gibt nach, und somit sind es immer wir, die den Rückwärtsgang aktivieren und langsam den Weg freimachen, bis diese ewig langen Camiones bei uns vorbeigefahren sind. Es wird mehrfach verdammt knapp, da es einfach extrem lange dauert, bis so ein Truck wieder komplett in seiner Spur fahren kann und die Jungs ja nicht immer so viel Geduld haben wie unsereins.

01 an der Laguna Las Torres0203 wir nehmen Ron und Shani mit04 ab und an sehen wir die Gletscher0506 die Maedels gehen wandern070809 es geht durch einen bluehenden Wald10 die Copihue blueht gerade11 im Nebelwald12 bei Gegenverkehr wird es sehr eng

Unser heutiges Ziel ist ein Parkplatz am Fiordo Puyuhuapi. Die beiden israelischen Anhalterinnen wollen aber noch weiter und finden relativ schnell ein anderes Fahrzeug, das sie mitnimmt. Wir parken direkt am See und halten Ausschau nach Delphinen, die man in diesem Fjord beobachten können soll. Und tatsächlich, am Abend sehen wir eine Gruppe an unserem Parkplatz vorbeiziehen. Zum Glück auch durchs Fenster vom Wohnmobil aus, denn es beginnt für zwei Tage stark zu regnen. Nach zwei ruhigen Tagen am See halten wir noch kurz im Ort Puyuhuapi, bevor es auf der Carretera weitergeht bis nach Villa Vanguardia.

0 Fiordo Puyuhuapi02 leider typisches Carretera Wetter0304 Delfine kommen in den Fiordo05 riesige Blaetter der Nalca Pflanze060708 mit Sonne koennte es so schoen sein09 wir fahren noch in den kleinen Ort10 nicht sehr einladend1112

Wir parken schön auf einer Wiese am Fluß und bleiben gleich mal wieder zwei Tage! Ruhe und Natur, schöne Wege zum Wandern. Genau so, wie uns Dreien das gefällt! Es ist Montag und wir fahren bis nach El Chaiten. Die Carretera Austral erreicht bald eine Region, in der keine Straßen zur Verfügung stehen und man muß die Distanz mit drei Fahrten auf Autofähren überbrücken. Tickets für die ersten beiden Fähren kauft man hier in El Chaiten. Und da die Carretera Austral zu dieser Jahreszeit gut besucht ist, hoffen wir auf Tickets am Schalter, da wir keine Reservierungen haben. Die nächsten Tage sind komplett ausgebucht. Nächste Möglichkeit ist am Donnerstag Nachmittag 14:30 Uhr. Wir machen es uns gemütlich! Das kleine Städtchen ist schnell erkundet und wir stehen in der Nacht mit vielen anderen Campern auf einem Schotterplatz am Meer.

01 Puente Gonzales02 toller Platz bei Villa Vanguardia0304 mit Sonne ist es wunderschoen hier05 hier kann man super laufen06 entlang des Rio Oeste070809 die Leitplanken sind mit Holz verkleidet1011 hier war 2017 ein  verheerender Erdrutsch12 ein Teil von Villa Santa Lucia wurde verschuettet13 Gedenken an die Helden der Katastrophe14 in Chaiten buchen wir die Faehre1516 Mia findet immer wieder Freunde zum Spielen

Nur ein paar Kilometer weiter halten wir mal wieder auf einem Campingplatz. Ausgiebig Duschen, Batterien ordentlich am Strom laden und Wassertank füllen und und und.... vor allem aber die Location und der Blick von unserem Stellplatz auf und über den Fiordo macht diesen Halt lohnenswert!

01 wir sind auf einem tollen Campingplatz0203 wir geniessen diesen herrlichen Tag04 auch hier sehen wir Delfine0506 interessante Abendstimmung0708

Nach einer Nacht am Camping Arrayanes freuen wir uns auf gemütliche 50 km bis zum Hafen. Doch ganz so gemütlich wie erhofft wird es dann doch nicht. Nach ein paar Kilometern hört nämlich der Asphalt auf verwandelt sich in eine echt üble Schotterpiste. Am späten Mittwoch Nachmittag erreichen wir dann den Hafen von Caleto Gonzalo und warten auf unsere Fähre am nächsten Tag.

01 Playa Santa Barbara02030405 wir sehen sogar den Vulkan Michinmahuida0607 staubige Carretera Austral08a0910 ein kurzer Weg fuehrt zu den alten Laerchen11 hier ist alles riesig12  wir haben Caleta Gonzalo erreicht

Wir haben Glück. Es ist noch Platz auf einer der früher startenden Fähren und wir sind schon gegen Mittag auf dem Wasser unterwegs. Keine 10 km weiter müssen wir aber schon wieder runter und auf Land eine Halbinsel zum nächsten Fähranleger überqueren. Die 10 Kilometer sind zum Glück auf guter, asphaltierter Straße zu absolvieren, dafür stehen wir aber am Ende erstmal in einem ziemlich langen Stau und beobachten die nächsten Fähren bei der Abfahrt ohne uns. Auf der dritten Fähre kommen wir dann auch mit aufs Schiff und diesmal geht es deutlich weiter bis nach Hornopiren. Am nächsten Morgen kaufen wir noch schnell ein paar Nahrungsmittel ein und fahren weiter. Nach 60 km stehen wir vor der nächsten Fähre. Es ist nur eine kurze Überfahrt und wir sind wieder auf der Carretera Austral unterwegs und übernachten in Lenca.

01 jetzt geht es nur noch mit der Faehre weiter02 kurze Ueberfahrt auf dem Fiordo Renihue03 warten auf die naechste Faehre0405 wir haben Glueck mit dem Wetter0607 es geht nach Hornopiren0809 die Nacht und den Vormittag verbringen wir hier10 ein letztes Mal mit dem Schiff11 in Lenca uebernachten wir12

Heutiges Ziel ist der Vulkan Osorno. Oder besser gesagt dessen Parkplatz oben an der Liftstation. Hier hatten wir vor Jahren schon eine gute Zeit mir grandiosem Ausblick. Und auch dieses Mal werden wir nicht enttäuscht. Zwar sind deutlich mehr Menschen hier, als beim letzten Mal. Aber das Wetter meint es gut mit uns und liefert uns einen freien Blick auf den Osorno, auf den Vulkan Calbuco, auf den See Lago Llanquihue und dessen Umfeld mit dem Ort Puerto Varas. Etwas unterhalb des Parkplatzes gibt es jetzt eine Bar mit Terrasse. Und darauf steht ein Profi-Discjockey, der mit gutem Rhythmus zu „Progressive Organic House“ Musik die Umgebung beschallt, was uns dieses Mal aber so richtig gut gefällt und sehr gut zu dieser Stimmung passt. Nach einer kalten Nacht am Vulkan ist dann früh morgens eine Schlechtwetterfront im Anzug und wir brechen schon gegen 7 Uhr auf in Richtung Puerto Varas. Der uns bekannte Parkplatz am See ist megavoll mit Wohnmobilen, aber wir ergattern noch einen guten Stellplatz und spazieren entlang der schönen Strandpromenade.

01 wir fahren hinauf zum Vulkan Osorno02 toller Ausblick von hier oben0304 wir gehen laufen05 hinein gezoomt in das Eis06 ein Ring legt sich um den Vulkan0708 zum Sonnenuntergang kommen die Leute09 auch Mia geniesst den Ausblick10 wir schlafen hier oben11 noch einen Abstecher nach Puerto Varas1213141516 auch von hier sieht man den Vulkan

Unser Reisefreund Thomas hat Schwierigkeiten mit „Zora“, seinem roten VW-Bus“, und ist bei unserem Lieblings-Campingplatz in Chile, dem Cobulto Estero bei Temuco von Elli und Werner, gestrandet. Er wartet auf Ersatzteile und ist noch in Wartestellung. Doppelter Grund für uns, aufs Gaspedal zu treten und nach Temuco zu fahren. Für die nächsten zwei Wochen ist Reisepause, Unterhaltung und Autopflege angesagt!

01 und wieder besuchen wir den CP Cobulto02 ein Kolibri holt sich Nektar03 die Farben sind einfach unglaublich04 neue Spielkamaraden0506 es ist Beerenzeit07 die Kleinen begleiten uns08 schoener Weitblick09 Thomas ist auch hier10 leckeres Grillgemuese1112 Mia an ihrem Lieblingsplatz



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