Argentinien XXXIV

 

argaiv1629

Der Grenzübertritt am Paso Pehuenche verläuft schnell und unproblematisch. Fürs Erste! Gut, daß wir nur 10 km nach der Grenze am Rio Grande übernachten und für zwei Tage bleiben. Währenddessen fällt uns nämlich auf, daß der Eintrag von Claudia im argentinischen Online-System fehlt. Somit geht es zurück zum Grenzposten, wo wir den fehlenden Eintrag korrigieren lassen wollen, aber der Grenzbeamte findet den Eintrag in seinem System. Wir vergleichen jeden einzelnen Buchstaben, finden aber keine Abweichung. Trotzdem ist im Online-System, daß wir verwenden müssen, der Eintrag nicht zu finden. Der Beamte kann sich das nicht erklären! Wir machen ein Foto von seinem Bildschirm und hoffen, daß das für eventuelle Polizeikontrollen genügen wird.

01 wir sind wieder in ARGENTINIEN02 nur 10 km sind es bis zu unserem Platz03 am Rio Grande04

Keine 140 km weiter und wir sind in Malargüe auf dem Campingplatz. Wir treffen dort wieder auf Christiane und Horst sowie auf Christine und Horst, ein Reisepaar, das wir letztes Jahr in San Antonio Areco kennengelernt haben. Und auch Negra, die Campinghündin, treibt sich auf dem Gelände herum. Die schwarze Hundedame wurde vor 5 Jahren (!) von unseren Reisefreunden Anke und Wolfgang durch die Pandemiezeit gefüttert und betreut. Sie erkennt uns – vor allem unsere Mia – wieder und begleitet uns auf allen Spaziergängen.

01 Malargue hat uns wieder02 Negra geht immer mit uns spazieren03 herbstliche Stimmung04 Treffen mit Reisefreunden050607 Negra soll es auch gemuetlich haben08 warten beim Supermarkt

Nach einer Woche in Malargüe zieht es uns wieder hinauf in höhere Gefilde, in das Skigebiet Las Lenas. Hier sind im Winter viele Touristen unterwegs, im Sommer sind hier kaum Leute anzutreffen. Somit wandern wir meist alleine die diversen Wege hinauf zu den Liftstationen und Berghütten, alles außer Betrieb und geschlossen. Nach 3 Tagen entscheiden wir uns, den Weg in das „Valle Hermoso“ in Angriff zu nehmen. Wir wissen, daß das für unser Fahrzeug problematisch werden könnte, aber einen Versuch ist es wert. Es geht steil hinauf und durch diverse Bachläufe. Die ersten vier Bachdurchquerungen lassen sich noch mit einigem Aufwand erledigen. Gute 90 Minuten später, nach ca. 6 Kilometern, ist beim fünften Bachlauf die Tour für uns beendet. Die Straße führt durch einen Bach in einer Kurve mit steiler Auffahrt am anderen Ufer. Unser Überhang ist dafür zu lang.

01 wir fahren Richtung Las Lenas02 Pozo de las Animas03 die Tiere werden von den Bergen getrieben04 diese Gauchos holen ihre Pferde ins Tal0506 heute wird gewandert07 es geht nur nach oben080910 Pause11 bis hier hinauf schaffen wir es heute nicht12 wieder zurueck in Las Lenas13 Ruhetag am Fluss1415 wir wollen ins Valle Hermose16 irgendwann brechen wir ab

Wir drehen um und suchen uns diesmal einen anderen Stellplatz unterhalb von Las Lenas am Rio Salado, um neue Wanderwege in der Umgebung zu erkunden. Außer mehreren Gruppen von Gauchos, die ihre Viehherden ins Tal treiben, sehen wir auch hier keinen Menschen. Nach weiteren zwei Tagen in dieser Einsamkeit wird es nun aber auch Zeit, in etwas bewohntere Regionen mit mehr Unterhaltung zu fahren.

01 wir fahren an einen neuen Platz02 und schon wieder sind wir unterwegs0304 Uwe testet die Bruecke0506 diese sieht schon stabiler aus07 ueberall sehen wir Rinder und Pferdeherden0809 die Tiere werden durch den Fluss getrieben10 eine Herde nach der Anderen kommt vorbei1112

Und da bietet es sich doch an, mal wieder ins Valle de Uco zu fahren. Im Vorjahr hatten wir hier schon verschiedenen Weingütern einen Besuch abgestattet und waren ziemlich begeistert. Claudia liest von einer sehr gut bewerteten Bodega namens „Claroscuro“. Wir parken auf deren Gelände und lassen uns von einer Angestellten die Weinproduktion und die Lagerung erklären. Noch bevor wir ins Restaurant gehen, fragt uns einer der Kellner, ob wir unseren Hund wohl im Auto lassen wollen!?! Wie jetzt? Er macht uns klar, daß er keinerlei Probleme mit Hund im Restaurant sieht und fragt noch extra zwei andere Gäste im Lokal, ob die vielleicht ein Problem damit hätten. Somit holen wir Mia aus dem Wohnmobil und genießen ein tolles Menü mit riesigem T-Bone-Steak als Höhepunkt! Nachdem auch der Wein lecker war, sind wir froh, auf dem Parkplatz der Bodega übernachten zu dürfen.

01 Bodega Claroscuro0203 Blick ueber die Weinstoecke04 wir erhalten eine kleine Fuehrung05 in der Schatzkammer0607 hier wird der Wein abgefuellt080910 Kunst trifft Wein1112 Restaurant mit Blick in den Weinkeller13 uns laeuft das Wasser im Mund zusammen14 einfach nur koestlich15 wir duerfen hier auch uebernachten16

Gemütlich fahren wir weiter durch das Valle de Uco und halten im Ort Manzana Historico. Hier ist in der Nebensaison so gut wie alles geschlossen. Wir spazieren noch ein wenig durch den Ort, entscheiden uns dann aber, unsere Reisefreunde zu besuchen. Denn Christiane und Horst haben zwischenzeitlich auch eine Weinprobe in der Umgebung hinter sich gebracht und informierten uns von ihrem schönen, ruhigen Stellplatz im „Valle de Tupungato“ unterhalb einer riesigen Christus-Statue.

01 weiter geht es durch herbstliche Alleen0203 Monument in Manzano Historico0405 wir treffen uns wieder mit Christiane und Horst0607 verschneite Anden im Hintergrund0809 wir sind zum Cristo hinauf gelaufen10 Groessenvergleich11 Gipfeltreffen12

Der Weg nach Norden führt uns wieder nach Mendoza. Uns gefällt der Stadtteil „Quinta Sección“ am Parque General San Martin sehr gut. Die Flaniermeile in der Avenida Aristides Villanueva ist ein perfekter Einstieg zu einem Spaziergang durch die Stadt. Durch die Universität am Anfang der Straße ist hier vor allem am Abend richtig Betrieb mit Jung und Alt aus vielen Ländern. Klar sind daher auch die Bars und Restaurants sehr zu empfehlen und gut besucht. Und am nächsten Morgen genießen wir die Spaziergänge durch den Parque bei unserer Morgenrunde mit vielen Menschen dieser Metropole, die sich hier für alle möglichen sportlichen Aktivitäten einfinden.

01 wir uebernachten wieder im Park02 die Strasse geht direkt zum Park03 die Kneipenmeile von Mendoza0405 wir schlemmen weiter060708

Es wurde uns ein Besuch der Bodega „Milagro“ in Villa General San Martin nahegelegt und für gute Tipps sind wir immer zu haben. Der Abstecher in diese Bodega ist für uns sehr lohnenswert. Im kleinen Verkaufsshop an der Straße decken wir uns erst mit Schinken, Salami, Käse und Wein ein. Dann lassen wir uns von einer Angestellten die Weinproduktion zeigen, die sich in diesem alten, urigen Weingut schon ein wenig von denen unterscheidet, die uns bislang gezeigt wurden. Hier ist noch ordentlich Handarbeit angesagt und das lässt natürlich keine große Mengen an Weinproduktion zu. Aber uns schmeckt der junge Wein und die Anlage verfügt nicht nur über viele Kunstwerke, sondern der Besitzer zeigt uns noch seine urigen Wohnprojekte, in denen zukünftig Touristen übernachten können.

01 Uwe im Schinkenhimmel02 Kunst im Casa Milagro0304 ein spezieller Bau05 hier ist ein Meditationsbereich060708 eine kleine Weinerei ist auch dabei091011 wir testen gleich mal12 und schlafen vor Ort

Das Valle Encantado ist bei den meisten Panamericana - Reisenden nicht auf dem Plan. Es ist einfach zu wenig bekannt und daher kaum besucht. Wir stehen auf dem Parkplatz „Mirador Camino a Mogna“ alleine und verbringen schon mal eine Nacht in absoluter Ruhe mit einem gigantischen Sternenhimmel. Am nächsten Morgen machen wir dann die Wanderung ins Valle Encantado, für die es am Eingang einen kleinen Plan zu finden gibt. Je tiefer wir uns ins Tal begeben, desto besser gefällt uns diese tolle Landschaft. Die Wanderung ist ein wenig anspruchsvoller und für Mia das ein oder andere Mal nicht ohne Hilfe zu bezwingen. Wir lassen uns Zeit und verbringen über 6 Stunden im Valle Encantado mit seinen speziellen Gesteinsformationen, Dünen und ausgetrockneten Flußläufen.

01 wir sind in einer kaum bekannten Gegend02 Valle Encantado03 wir geniessen die Abendstimmung040506 heute wollen wir dieses Tal erkunden07 eine unglaublich tolle Landschaft erwartet uns080910 Uwe bringt Mia sicher nach unten11 und weiter gehts121314 der Kuss1516 wir sind im Tal angekommen17 Mia spielt noch in der Duene1819 hier unten waren wir heute20 uebernachten in absoluter Stille

Wieder zurück auf der Ruta 40 geht es nach Norden noch ca. 60 km bis zum Stausee „Embalse Cauquenes“ und wir übernachten dort. Am nächsten Morgen fahren wir die reizvolle Strecke in Richtung Villa Union, bis wir zu einem Tal kommen, das den Namen „Vallecito Encantado“ trägt. Dieses Tal in der Provinz „La Rioja“ liegt schon zum dritten Mal direkt auf unserer Route und wir kennen schon den Wanderweg und diverse Übernachtungsplätze. Der Wanderweg führt uns vorbei an bizarren Gesteinsformationen wie dem „Copa del Mundo“, ein Felsblock geformt wie der WM-Pokal im Fußball. Wie die anderen Gebilde mit Namen wie „Sombrero Mexicano“, das Boot "Barquito de Papel“ oder das Mumienprofil „Perfil de la Momia“ soll auch der WM-Pokal sagenhafte 360 Millionen Jahre alt sein.

01 Uebernachtung an der Embalse Cauquenes02 eine schmale Strecke erwartet uns03 Blick vom Mirador04 gleich haben wir es geschafft05 und ein weiteres Valle Encantado06 hier waren wir schon ein paar Mal07080910 versteinertes Holz1112 hier kann man wunderbar uebernachten1314 Salzschicht1516

Wir passieren Villa Union und übernachten in Chilecito. Claudia entdeckt den „Eco Park El Puente Colgante“ auf unserem Weg. Der Freizeitpark wurde angelegt, um mehr Touristen in dieses Gebiet zu locken. Aber aktuell sind keine Ferien in Argentinien, es ist Dienstag und kein Mensch weit und breit. Wir genießen eine Nacht am Ufer des Rio Colorado und sind erstaunt, daß die Brücke nachts sogar ziemlich originell beleuchtet ist.

01 Puente Colgante02 da bleiben wir doch gleich03 mal schauen was es hier so gibt04050607 Am Abend ist die Bruecke sogar beleuchtet08

Die nächsten Tage geht es etwas zügiger voran. Wir haben eine Verabredung mit Christiane und Horst. Mit den Beiden haben wir im letzten Jahr sehr lecker in Cafayate in einem Restaurant gespeist. Und nachdem für uns alle der Ort Cafayate wieder einmal auf dem Weg liegt, reservieren wir einen Tisch für Sonntag im „La Estancia de Cafayate Wine & Golf“ . Geparkt wird am Campingplatz Luz Y Fuerza. Das Taxi bringt uns die 6 km bis zum Clubhaus des Golfplatzes und wir sind happy, daß wir dieses ausgezeichnete Restaurant in dieser tollen Location erneut genießen dürfen.

01 hier sind wir auch gerne02 Christiane und Horst sind auch wieder dabei03 Essen im Golfclub0405 Verdauungsspaziergang nach Hause060708

Mit Christiane und Horst geht es dann nur ein paar Kilometer außerhalb von Cafayate in die Gegend um „Quebrada de las Conchas“. Da wir alle gerne wandern, bietet sich dieses Region einfach an, noch ein paar Tage hier zu verweilen. Wir stehen am Rand einer Sandstraße unterhalb des Felsenbogens „La Ventanita“ und starten von hier unser ersten Touren. Und die machen einfach Spaß! Bei dieser Landschaft kein Wunder.

01 Quebrada de las Conchas02 wir kennen einen guten Platz fuer die Nacht03 noch eine kleine Abendrunde0405 der Morgen beginnt mit Fotoshooting060708 wir wandern in dieser Gegend091011 Ziel erreicht1213141516 hier ist es schoen ruhig

Am nächsten Tag geht’s dann nur ein paar Kilometer weiter in der Quebrada zu einem unserer Lieblingswanderwege. Der Sendero geht vorbei an der Felsformation „La Yesera“ über einen Kamm in ein Nachbartal und zurück, das sind rund 12 km. Das Wetter ist perfekt und wir haben allesamt Spaß an diesem grandiosen Rundweg. Da der Weg nicht beschildert und nur über Wikilog beschrieben ist, sind wir den ganzen Tag über alleine unterwegs.

01 heute geht es zu unserer Lieblingswanderung020304 diese Landschaft begeistert uns immer wieder05 La Yesera06 bunte Gesteinsschichten07 weiter gehts im Flussbett08091011 gleich sind wir oben12 Blick mit der Drohne13 kleiner Ausschnitt der Farbpalette14 wieder sieht es anders aus1516 bald sind wir im Canyon17 im schattigen Canyon1819 wir machen uns auf den Rueckweg20

Die Idee, wie früher nach der Wanderung gleich am Fluß zu übernachten, macht uns ein Ranger zunichte. Er weist uns freundlich darauf hin, daß es mittlerweile im ganzen Tal verboten sei, hier zu übernachten. Schließlich fahren wir zurück zum Nachtplatz von gestern und schlafen somit nochmals in der Quebrada in Stille und einem einmaligen Sternenhimmel. Unsere Reisefreunde verlassen uns am nächsten Morgen und wir entscheiden uns, noch ein paar Tage in Cafayate zu verbringen. Nach vier Tagen am Camping mit diversen Besuchen im Ort und am Golfplatz halten wir bei der Abreise noch schnell beim Weingut Piatelli. Hier gibt es zufällig unser Lieblingströpfchen beim Kauf in der Estancia mit Mengenrabatt. Na dann.....

01 wieder am alten Schlafplatz02 ein kleines Hotel mit See in der Nachbarschaft03 hier gibt es viele Naturbogen04 Kaktusbluete05 wieder zurueck in Cafayate06 unser favorisiertes Restaurant07 noch ein Abstecher zu Piatelli08 Weinvorraete sind aufgefuellt

Wir müssen bald raus aus Argentinien und planen über Salta in Richtung Paraguay zu fahren. Zum Glück sind wir nicht allzu weit von Salta entfernt, als es ein paar ungewohnte Geräusche an den Vorderrädern gibt, die uns gleich zu Guillermo fahren lassen. Guillermo´s Werkstatt in Salta hat uns schon ein paar Mal gute Dienste erwiesen und sein Mechaniker erkennt ein Problem mit den Stoßdämpfern. Neue Dämpfer sind gekauft und werden eingebaut. Zwischenzeitlich nehmen wir ein Taxi und fahren ins Stadtzentrum. Ich brauche einen Haarschnitt und werde im ältesten Friseursalon von Salta fündig. Am nächsten Tag ist unser Mobil repariert und los geht die Tour in Richtung Asuncion nach Paraguay.

01 Zwischenstopp in Salta02 wir machen einen Check03 mit dem Taxi ins Zentrum04 aeltester Friseursalon in Salta05 netter Platz am Rio Juramento06 am Rio Bermejo machen wir einen weiteren Stopp07 unsere neugierigen Nachbarn08 morgen geht es nach Paraguay



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