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Wir sind in Salt Lake City, der Hauptstadt der Mormonen, und finden problemlos einen Parkplatz in einer der breiten Straßen mitten im Zentrum der Stadt. Das freundliche Stadtbild wird unterstützt durch eine besondere Architektur mit hellen Farbtönen inmitten vieler gepflegter Parks, sowie durch eine außergewöhnliche Sauberkeit. Wir statten zunächst dem Haus von Brigham Young, dem Gründer der Mormonensiedlung, einen Besuch ab und nehmen an einer kostenlosen Führung durch dessen Räume teil. Danach gehen wir zum Mittelpunkt von Salt Lake City, dem Salt Lake Temple. Die Kirche ist nur für Mormonen zugänglich und so bleibt uns lediglich die Außenansicht mit den zahlreichen Brautpaaren, die sich auf ihren Hochzeitstermin vorbereiten oder denselben schon hinter sich haben. Termine sind strikt einzuhalten in einer Kirche, die an Spitzentagen bis zu 100 Eheschließungen zu bewältigen hat. Weiter geht es vorbei an der Assembly Hall und der Tabernacle Hall zum Family History Museum. Hier sollen so ziemlich für jede Familie weltweit Daten hinterlegt sein und wir verfolgen gespannt die Museumsangestellte beim recherchieren mit unseren Namen. Am Abend fahren wir noch bis nach Syracuse, von wo aus wir morgen früh zur Insel Antelope Island aufbrechen wollen.

01 Mormonenstadt Salt Lake City02 im Beehive House lebte der Mormonengruender Brigham Young03 Sprung ins Eheglueck04 verschiedene Baustile auf einen Blick05 der Salt Lake Temple ist das Herzstueck der Gemeinde06 der Brautmutter ist heute nicht zum lachen 07 Assembly Hall08 die Tabernacle Hall 09 Kunst in der Stadt10 hier wird Ahnenforschung betrieben11 was Uwe wohl alles herausfindet12 unterwegs in SLC

Um auf Antelope Island zu gelangen müssen wir zuerst die State Park Gebühr bezahlen, bevor wir über den 12 km langen Damm auf die Insel fahren dürfen. Nachdem wir die Insel auf allen freigegebenen Straßen, mit Zwischenstopp auf einer historischen Ranch mit uralten Gerätschaften, befahren haben, geht es zum Campground, auf dem wir eigentlich für ein paar Tage bleiben wollten. Und zuerst sind wir auch noch richtig begeistert. Der Platz liegt einzigartig am Salt Lake, dem mit fast 25% Salzgehalt salzigstem Gewässer der Erde. Zum Anderen streifen mehrere Bisons durch die Gegend und statten den Campern recht überraschende Besuche ab, was für uns recht amüsant zu beobachten ist. Doch es gibt hier mindestens drei verschiedene Arten Moskitos, die sich scheinbar zum Ziel gemacht haben, uns zu fressen und uns somit die ganze schöne Szenerie nur vom Inneren unseres Mobiles aus betrachten lassen. Fluchtartig verlassen wir am nächsten Morgen, gemeinsam mit allen anderen Campern, das Eiland und retten uns in einen National Forest, wo wir einen schönen, ruhigen, moskitofreien Stellplatz im Wald ergattern.

01 Antelope Island im Salt Lake02 ein Bison auf Campgroundvisite03 noch schnell aufs Klo und dann ab nach Hause04 Aussicht auf den Salzsee und Berge05 neues Bewerbungsfoto von Uwe06 White Rock Bay 07 Bisons leben frei auf dieser Insel08 Sonnenuntergang am Salt Lake

Am nächsten Morgen geht es dann direkt an die nördliche Grenze Utah's zum Bear Lake. Auch hier wollten wir eigentlich mal ein paar Tage bleiben, finden aber keinen Stellplatz an dem zur Ferienzeit wahnsinnig überlaufenem See. Da fällt uns beim Blick auf die Landkarte auf, daß es ja gar nicht mehr so weit ist zum Grand Teton Nationalpark, der direkt am südlichen Ausgang des Yellowstone NP liegt und den wir im letzten Jahr nicht besucht haben. Spontan sind unsere Pläne geändert und wir fahren schnurstracks nach Jackson. Die schöne kleine Westernstadt liegt direkt am Eingang zum Grand Teton NP und da heute auch noch der 4. Juli ist, befinden sich richtig viele Leute in der Stadt, um an der Parade und den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag teilzunehmen. Sämtliche Veranstaltungen sind aber bei unserem Eintreffen schon vorbei und wir machen nur noch einen kurzen Streifzug durch die Stadt.

01 im gemuetlichen Jackson 02 Hirschgeweihe und andere schwere Kaliber  03 fast wie im Wilden Westen04 Schmucke Hausfassaden

Schon viele Reisende haben uns vom Grand Teton NP vorgeschwärmt, und auch uns beeindruckt das Bild der Gebirgskette der Teton Range, die sich am westlichen Rand des Hochtals Jackson Hole majestätisch erhebt. Wir übernachten am Signal Mountain Campground und starten am nächsten Morgen zu einer 17 km langen Wanderung um den Jenny Lake. Bei optimalem Wetter genießen wir einen der schönsten Wanderwege im Nationalpark, auf dem uns weder Elche noch Grizzly's über den Weg laufen, vor denen auf zahlreichen Hinweisschildern gewarnt wird. Auf unserer Weiterfahrt wurde dann eine Grizzlymutter mit zwei Jungen Auslöser eines Staus von schaulustigen Touristen. Kurz vor dem Campground am Gros Ventre River zwingt uns aber noch ein anderes Schild zu einem kleinen Abstecher an einen Platz namens "Schwabacher Landing". Mit unserem Kfz-Kennzeichen natürlich ein Pflichtbesuch.

01 Grand Teton National Park02 Junges Mutterglueck03 am String Lake beginnt die Wanderung04 saftige Wiesen und verschneite Bergspitzen05 Ein Adler bewacht sein Nest06 weiter geht es am Jenny Lake07 Wegelagerer08 endlich Pause09 bei den Hidden Falls10 Angler im Jenny Lake11 wird ein Grizzly gesichtet gibts Stau12 hier werden Schwabacher persoenlich begruesst

Da uns auf der Fahrt durch den Grand Teton NP ein Warnlicht auf abgefahrene Bremsklötze hinweist, beschließen wir, diese gleich in Idaho in der nächst größeren Stadt Idaho Falls erneuern zu lassen. In der Werkstatt für Kenworth - Trucks, dem größten LKW-Hersteller der USA, finden wir noch zwei Mechaniker, die sich unserer Bremsbacken annehmen. Die Vorderen sind rasch ausgetauscht, doch noch während beide Arbeiter unter der Hinterachse liegend an den Bremsen arbeiten, kippt unser Mobil von den Wagenhebern nach vorne weg und versetzt uns in gemeinschaftliches Entsetzen. Die Jungs haben es letztendlich unseren nachträglich installierten Ablaufrollen zu verdanken, daß nur leichte Verletzungen bei einem der Arbeiter zu beklagen sind. Die drei Wagenheber waren von den Spezialisten unter den Stahlfedern sowie unter dem Ersatzrad angebracht worden, was wir leider erst danach festgestellt haben - Wahnsinn.

Einigermaßen vom vorabendlichen Schock erholt geht es in westlicher Richtung weiter durch Idaho zum Craters of the Moon National Monument. Diese wahrlich mondlandschaftliche Region hat sogar schon Astronauten der NASA zum vorbereitenden Training einer Mondmission hierher verschlagen. Wir fahren die 7 Kilometer lange Straße durch die Vulkanlandschaft und verzichten aber auf die angebotenen Wanderungen über das Lavagestein und begnügen uns mit dem Fotografieren von den verschiedenen Aussichtspunkten.

01 Craters of the Moon NM02 unterwegs im Park 03 Devils Orchard Trail04 am Inferno Cone

Auf der Suche nach einem Stellplatz für mehrere Tage werden wir im Sawtooth Valley endlich fündig. Einige Meilen nach Ketchum, noch bevor wir die Sawtooth Mountains erreichen, biegen wir links ab und fahren ca. einen Kilometer am Prairie Creek entlang in den Wald hinein, bis eine kleine Lichtung am Fluß uns so gut gefällt, daß wir uns entscheiden, die nächsten 3 Tage hier zu bleiben und zu relaxen. Nach drei Tagen mutterseelenallein in der Wildnis geht es weiter durch die schöne Landschaft Idaho's, über den Redfish Lake nach Bonneville zu den heißen Naturquellen. Das Wasser kommt hier kochend heiß aus dem Fels und nur in einem Becken, in das vom angrenzenden Fluß kaltes Wasser mit hinzukommt, ist das Baden überhaupt möglich.

01 wir fahren in die Sawtooth Mountains02 Warnschild am Wegesrand03 abseits der Hauptwege durch die Berge04 Traumplatz in der Wildnis fuer uns ganz allein05 irgenwo in Idaho06 das Wildwasser hat es in sich07 die Berge spiegeln sich im See08 einfach faszinierend09 Alte Huette und heisse Quellen10 unerwartete Badefreuden in der Wildnis11 wir baden aber lieber in den warmen Pools am Fluss12 so laesst es sich aushalten

Am westlichen Rand Idaho's liegt der Hell's Canyon. Dieser ist zwar tiefer wie der Grand Canyon, bei weitem aber nicht so spektakulär. Dafür gibt es nirgendwo sonst eine Straße, die so weit in einen Canyon hineinführt und wir fahren 35 Kilometer diese Canyon Road entlang bis zum Staudamm Hells Canyon Dam und dem Visitor Center des Canyon's und beobachten von oben die Jetboote, die durch die Stromschnellen der Schlucht rasen. Zurück am Ausgangspunkt der Straße überqueren wir den Canyon und befinden uns somit in Oregon. Dort führt uns eine schmale Waldstraße hinauf zum Hell's Canyon Overlook. Wir übernachten hier am Parkplatz des Aussichtspunktes und genießen am nächsten Morgen wohl einen unserer außergewöhnlichsten Frühstücksplätze.

01 wir fahren entlang des Hells Canyon 02 knapp 35 km geht es in die Canyonlandschaft03 Abendstimmung am Hells Canyon Overlook04 Fruehstueck mit Ausblick

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