Wir sind eingeladen bei Jane und Bill, die wir in Mexiko, San Miguel de Allende, kennengelernt haben. Die Beiden leben in Lake Oswego, einem idyllischen kleinen Vorort von Portland, und wir können direkt in der Zufahrt vor ihrem Haus unser Wohnmobil parken. Am Abend geht es gleich mal in einen Biergarten einer örtlichen Brauerei, wo wir nicht nur unser erstes Portlandbier testen, sondern auch gleich ein paar nette Freunde kennenlernen. Noch mehr Freunde der Beiden treffen wir zwei Tage später, da Jane und Bill uns zu Ehren eine Party organisiert haben. Der unterhaltsame Abend geht viel zu schnell vorbei. Während Bill die Führung durch unser Wohnmobil übernimmt, sind wir am erzählen unser Reisepläne und einiger Geschichten unseres Aufenthaltes in Nordamerika. Schließlich zeigen wir noch eine erweiterte Auswahl von Bildern der letzten Wanderungen in Utah und unserer Reise durch Mexiko.

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01 in der Einfahrt von Jane und Bill02 Fotoshooting im  tollen Garten03 Kolibri im Anflug04 Bilderpraesentation unserer Erlebnisse

Ein erster Besuch Portlands bringt uns an das Ufer des Willamette River, jeden Samstag Schauplatz des Portland Saturday Market. Hier verkaufen Künstler ihre ansprechenden Werke und auch Drumherum wird viel geboten. Wir spazieren gemütlich über den Markt und einer von uns Beiden bedauert wieder einmal, daß wir keinen Platz mehr im Wohnmobil haben.

01 Bill bringt uns zum Samstagsmarkt02 Samstagsmarkt in Portland03 Piratenangriff04 es ist jede Menge los

Heute geht es wieder nach Downtown Portland und Bill fährt uns direkt ins Zentrum der Stadt. Es gibt hier einige schöne Einkaufsstraßen und wir nutzen nun die Gelegenheit für steuerfreies Shoppen in Oregon. Nach einigen Einkäufen laufen wir noch gemütlich durch Portlands Straßen, bis wir am unteren Ende vom Washington Park angekommen sind. In einem Teil des Parks liegt der sehr schön angelegte Japanese Garden mit Koi Teichen und exotischen Pflanzen, außerdem bietet sich von hier ein toller Blick auf die Stadt und dem mächtigen Mt. Hood im Hintergrund. Schließlich holen Jane und Bill uns ab und wir beenden unseren Ausflug nach Downtown bei leckerem Essen in einem peruanischen Restaurant, mit anschließendem Dessert in einem alten Kolonialstilhaus.

01 im Zentrum von Portland02 Skyline von Portland03 kostenlose Fahrt in Downtown mit der Bahn04 ob der Hund mehr kassiert als sein Besitzer05 Hausansichten06 Ramschladen  mit Stil07 Americas next Dogmodel08 im Japanischen Garten09 schoene Ansichten10 im Japanischen Garten11 Blick auf Mount Hood12 leckeres Essen beim Peruaner

Jane und Bill sind leidenschaftliche Wanderer und wollten mit uns gemeinsam einige Trails der Umgebung bewältigen. Jane brach sich aber bei einem Sturz von der Leiter das Bein, verletzte sich außerdem die Hüfte und kann leider nicht mit uns gemeinsam zu einer Wanderung am Mount Hood aufbrechen. Dafür begleitet uns neben Bill dessen Sohn Jay, der als Anwalt in Seattle arbeitet und dieses Wochenende gerade zu Besuch ist. Der Trail zur Elk Meadow bietet tolle Ausblicke auf den Mt. Hood und macht uns viel Spaß, genauso wie den Pudeln Milo und Pancho.

01 am Elk Meadow Trail02 reizvolle Landschaft03 Trail mit Hindernissen 04 Jay und Uwe vergleichen GPS Koordinaten05 Mount Hood 06 Mount Hood ganz nah07 es geht ueber sumpfige Wiesen08 und noch ein toller Blick auf den Berg

Gleich am nächsten Tag fahren wir wieder zum Mt. Hood. Diesmal will Bill uns einige Sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung zeigen. Eine Stichstraße am Mt. Hood führt zur Timberline Lodge, bekannt durch den Film "Shining" mit Jack Nicholson. Das noble Hotel ist schön in die Landschaft integriert und im Sommer noch ein Mekka für Snowboarder. Auf der weiteren reizvollen Strecke stoppen wir an einigen schönen Aussichtspunkten, bevor wir entlang des breiten Columbia River bis zum Bonneville Dam fahren. Hier ist neben der Stromerzeugungsanlage noch eine Fischleiter zu besichtigen. Außer den Lachsen, die von Angestellten der Anlage gezählt werden, beobachten wir noch zahlreiche Lampreys, eine Art Aal, wie sie die Leiter hinauf schwimmen, bzw. erst mal an der Scheibe „kuscheln“. In einer Fischaufzuchtstation ein paar Kilometer weiter, gibt es dann neben den verschiedenen Lachs- und Forellenbecken noch eine große Anlage mit Stören, einem mit bis zu 3 Meter groß werdenden, haiähnlichem Süßwasserfisch. Derart inspiriert halten wir auf dem Heimweg bei einer kleinen Indianerstation an und kaufen fürs Barbecue einen fangfrischen Lachs, der für uns gleich sauber zerlegt und filetiert wird. Bevor wir uns auf den Heimweg begeben, halten wir noch bei den 189 Meter hohen Multnomah Falls, einem der schönsten Wasserfälle auf unserer bisherigen Reise.

01 Timberline Lodge am Mount Hood02 Selbst im August kann man noch Snowboarden03 Postkartenidylle04 eingerahmter Mount Hood05 Lachse und Lampreys kann man hier beobachten 06 Lampreys haengen an den Scheiben und zeigen ihre Zaehnchen07 dich find ich auch ganz suess08 Bonneville Dam09 wir kaufen frischen Lachs bei den Indianern10 an den Multnomah Falls 11 an den Multnomah Falls12 die Jungs am Columbia River Overlook


Bevor wir uns von unseren Freunden aus Portland verabschieden, fahren wir noch gemeinsam mit den Wohnmobilen zum Mount St. Helens, der 1980 bei seinem großen Ausbruch in Washington State den Himmel verdunkelte. Wir wandern einen kleinen Trail oberhalb des Spirit Lake und haben einen wunderbaren Blick in den Vulkan und auf den im Inneren des Kraters stetig wachsenden Lavaberg. Zum übernachten geht's auf einen ruhigen Parkplatz in der Nähe und bei einem gemütlichen Abendessen in unserem Mobil verbringen wir unseren letzten gemeinsamen Abend mit Jane und Bill, und freuen uns schon auf das nächste Wiedersehen.

01 gemeinsam gehts zum Mount St Helens02 Blick zum Krater03 kurzer Trail mit tollen Ausblicken 04 Es liegt viel Treibholz im Spirit Lake05 wir machen uns auf den Rueckweg06 bald geht Jane auch wieder wandern 07 die Folgen des Ausbruchs sind auch nach 30 Jahren noch erkennbar08 ruhiger Uebernachtungsplatz

Uns führt der Weg zu einem weiteren Berg in Washington, zum Mount Rainier, dem mit 4.400 Metern höchsten Berg der Cascades. Bei strahlend blauem Himmel erreichen wir den Berg, doch als wir in ca. 3000 Metern Höhe in Paradise ankommen, sind wir in dickem Nebel eingehüllt und sehen gar nichts. Wir hoffen einfach auf bessere Sicht am nächsten Tag und übernachten direkt auf dem Parkplatz von Paradise. Wir sind uns zwar nicht sicher, ob das hier erlaubt ist, bei dem Nebel sieht uns aber hier oben eh kein Mensch, und dem Fuchs war es egal. Am nächsten Morgen reißt nach dem Frühstück der Himmel auf und wir haben auf einer 4 Kilometer langen Schneewanderung einen tollen Blick auf den Gipfel und die Gletscher vom Mount Rainier.

01 Mount Rainier huellt sich langsam in Wolken02 ein Fuchs taucht im Nebel auf03 Schneewanderung im August04 das  kleines Rehkitz hat gar keine Angst05 eine derartige Wanderung haben wir nicht erwartet06 Gletscherzunge am Mount Rainier07 mit der Sonne um die Wette strahlen08 Muraene

Über Aberdeen geht es nun wieder an die Westküste, wo wir am South Beach Campground bei Kalaloch einen günstigen Stellplatz mit Meerblick finden. Hier machen wir spontan Kurzurlaub, wandern viele Stunden am Strand und treffen auf die Schwabacher Nicole und Thomas, die für 4 Wochen durch die USA reisen. Ja, die Welt ist manchmal schon sehr klein.

01 Endloser Strand am South Beach02 Weisskopfseeadler03 Sandburg mit Aussicht04 Seevoegel auf einem Muschelfelsen05 wir sind ganz allein unterwegs06 Abends am Hausstrand07 Felsen am Ruby Beach08 Oldtimer  werden ausgefahren

Die Region, in der wir uns nun schon ein paar Tage befinden, ist Teil des Olympic National Park. Eine Abzweigung vom Highway 101 geht in die Hoh River Road. Wir fahren gut 30 km mitten hinein in den Hoh Rain Forest und gehen am Hall of Mosses Trail sowie am Spruce Nature Trail durch einen Dschungel mit Farnen, moosbedeckten Bäumen und vorbei an über 90 Meter hohen Douglastannen, Hemlock, Zedern und Sitkafichten. Zurück am Parkplatz treffen wir zufällig auf Terry und Mike Church, die wir in Mexiko, natürlich auch in San Miguel de Allende, kennengelernt haben. Die Beiden sind die Autoren des unverzichtbaren Campingführers für Mexiko (Traveler’s Guide to Mexican Camping) und wir haben die meisten unserer guten Übernachtungsplätze ihrem Buch zu verdanken. Wir verabreden uns am Campingplatz und sitzen bis tief in die Nacht zusammen bei Travellerstories, Wein und Crackern.

01 wir wandern im Hoh Rain Forest02 Baum mit Durchblick03 hier sind Profis am Werk 04 Claudia im Farnwald05 verwurzelt und verschlungen06 im Hoh Rain Forest07 Dschungeltelefon08 wir treffen Terry und Mike

Dank des "freundlichen" Zollbeamten in Nogales müssen wir nach 3 Monaten Aufenthalt in den USA das Land verlassen und entscheiden uns, hier, bei Port Angeles die Fähre nach Vancouver Island zu nehmen und ein paar Wochen in Kanada zu verbringen. Auf der Insel hat es uns schon 2003 sehr gut gefallen und nach einigen Einkäufen stehen wir schon auf einem Schiff der Coho Ferries und freuen uns auf ein Wiedersehen mit Victoria, der südlichen Hafenstadt von Vancouver Island.

01 die ersten Einwohner von Port Angeles02 wie lang muss ich denn noch still halten 03 frueh morgens gehts auf die Faehre04 wir sind auf dem Weg nach Vancouver Island

 

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