Die Überfahrt von Vancouver Island nach Anacortes, USA, dauert ca. 2 Stunden. Die Suche nach einem Übernachtungsplatz gleich in der Nähe des Hafens scheitert in der Dunkelheit und wir fahren bis zum Walmartparkplatz in Mount Vernon.

Von hier führt der Highway 5 in südlicher Richtung vorbei an Everett, der Heimat des Flugzeugherstellers Boeing. Wir parken neben riesigen Hallen und Landebahnen vor dem „Future of Flight Aviation Center“. Zuerst beeindruckt uns hier der Dreamlifter, der gerade vor einer Halle eingeparkt wird. Dieser umgebaute Jumbojet bringt vorgefertigte Teile des Dreamliners, dem neuen Star von Boeing, nach Everett, um die Maschinen hier zu vollenden. Wir nutzen die Gelegenheit an der Boeing Tour teilzunehmen, die uns durch ein riesiges, unterirdisches Tunnelsystem zu den Produktionshallen des Langstreckenflugzeuges Boeing 777, dem Jumbojet Boeing 747, sowie des Dreamliners, der Boeing 787 bringt. Mit dem Aufzug geht es bis knapp unter die Hallendecke auf Besucherplattformen, die einem faszinierende Einblicke in die einzelnen Arbeitsschritte erlauben. Nach links und rechts hat man einen Weitblick von rund einem Kilometer innerhalb der Halle. Fotos waren auf der Tour leider nicht erlaubt.

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01 wir besuchen die Boeing Werke02 wie oft wohl der LKW in den Dreamlifter passt 03 kleine Ausstellungshalle04 so sieht ein Triebwerk aus 05 die Reifen sind  gar nicht so gross06 wenn Uwe wuesste mit wem er fliegt, wuerde er nicht so grinsen07 denn Quaxine ist persoenlich am Steuer08 eine neue Boeing auf Testflug

Nach der Besichtigung geht es schnurstracks nach Seattle, wo wir einen kostenlosen Stellplatz in West Seattle, gleich neben dem Restaurant von Saltys, ergattern. Am nächsten Morgen geht es mit der Fußgängerfähre für 3,50 Dollar pro Person nach Downtown Seattle und wir schlendern gemütlich entlang der Waterfront bis zum Aussichtsturm Space Needle, dem Wahrzeichen der Stadt. Von hier oben hat man einen genialen Blick über die Skyline und die restlichen Bezirke von Seattle. In direkter Umgebung des Turmes sind einige Museen und Parks angesiedelt, von denen uns der Fontänen Brunnen im Seattle Center die größte Unterhaltung bietet. Stundenlang könnte man hier Jung und Alt dabei zusehen, wie sie sich vom Wasserspiel mit musikalischer Untermalung begeistern lassen. Und für Fotografen gibt es im Seattle Center so einige tolle Motive, wie etwa die Magnetschwebebahn Monorail beim Gebäude des Experience Music Project.

01 mit der Faehre nach Downtown02 an der Waterfront03 wenn das mal gut geht04 im Olympic Sculpture Park05 die Space Needle06 Seattle aus der Vogelperspektive07 wir sind nicht schlaflos in Seattle08 Blick auf den Lake Union09 Fontaene im Seattle Center10 Begeisterung bei Jung und Alt11 auch wir haben unseren Spass beim zu sehen 12 was wird denn hier gefluestert13 Monorail faehrt durch das EMP Gebaeude14 EMP ein aussergewoehnliches Gebaeude 15 Farbenspiel16 EMP Experience Music Project

Am Abend geht es mit der Fähre zurück zum Wohnmobil und wir haben von unserem Übernachtungsplatz aus wohl einen der besten Ausblicke auf die nächtliche Skyline von Seattle. Ziemlich platt vom Stadtbummel schlafen wir wie die Murmeltiere auf dem ruhigen Platz, sieht man mal vom Gebrüll der Seelöwen ab, die unweit vom Ufer auf einer großen Boje ihr Nachtlager eingerichtet haben.

01 Uebernachtungsplatz mit Aussicht02 zwei Wohnmobile  geniessen den Ausblick03 auf die naechtliche Skyline 04 Skyline von Seattle

Der zweite Tag der Stadtbesichtigungstour führt uns durch den historischen Distrikt von Alt Seattle zuerst zum Stadion. Das futuristisch anmutende Gebäude ist Spielstätte des Seattle „American Football“ Teams, den Seattle Seahawks, sowie dem Fußballteam des FC Sounders, aktuell einer der besten US-Amerikanischen Fußballmannschaften. Danach geht es durch die Schluchten der Wolkenkratzer, mit einer kurzen Pause in der neuen Bibliothek, einem tollen Glas- und Stahlgebäude, in dem man locker einen ganzen Tag verbringen könnte. Wir gehen aber weiter durch die Straßen bis zum Public Market Center, auch bekannt unter Pike Place Market. Dort entdecken wir zu unserer freudigen Überraschung eine bayerische Metzgerei, in der uns eine Verkäuferin mit bestem fränkischen Dialekt Wurstwaren in original bayerischer Qualität verkauft. Der Weg hat sich gelohnt. Doch auch sonst gibt es auf diesem Markt viele Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die von den Besuchern stets freudig erwarteten fliegenden Fische an den Fischverkaufsständen.

01 wir sind im Pioneer District02 Station der Seattle Seahawks03 kleine Oase mitten in der Stadt04 Spiegelungen  im Glasgebaeude der Library05 kurze Erholungspause in der Buecherei06 im Zentrum07 was will uns dieses Bild sagen08 es gibt eine bayrische Metzgerei mitten in Seattle09 am Public Market Center10 frischer Fisch11 hier kommt ein Lachs geflogen12 in den Markthallen13 es geht entlang der Waterfront14 Haus am Pier 5415 wir fahren wieder zurueck16 sie ueben schon mal fuer heute Nacht

Wir fahren in östlicher Richtung in das ca. 200 km entfernte Leavenworth, wo sich die Stadtherren alle Mühe geben, mit einem „original bayerischen Dorf“ möglichst viele amerikanischen Touristen anzulocken. Das Vorhaben scheint ganz hervorragend zu gelingen und wir befinden uns inmitten zahlreicher Amis, die wie wir vorbei am München Haus, Andreas Keller und am Café Mozart bis zum König Ludwig Restaurant flanieren, um dort die angepriesenen Hax’n zu probieren. Zwar ohne Knödel, aber mit lecker Blaukraut und Bratkartoffeln ist das heute mal wieder seit langer Zeit ein echt bayerischer Schmankerlabend. Ob Bavarian Ice Fest, Oktoberfest oder Christkindlesmarkt, über 2 Millionen Touristen erscheinen jährlich in Leavenworth, vernichten adrett in Dirndl und Lederhosen gekleidet die Bierbestände und tanzen zu bayerischer Volksmusik die Nächte hindurch. Wir fahren noch ein kleines Stück weiter bis Wenatchee, wo wir für zwei Tage in einem State Park campieren.

01 haben wir uns verfahren 02 mei is des schee03 fast wie zu Hause04 mmhh lecker Schweinshaxe

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