Der eigentliche Grund unserer Fahrt in das östliche Oregon ist das Pendleton Round-Up, eines der beliebtesten Rodeos in den USA. Dort reizt uns diesmal weniger das Rodeo selbst, sondern das dort neben dem Rodeo stattfindende Powwow, bei dem traditionelle Tänze der Indianer in ihrer Tracht vorgeführt werden. Wir übernachten auf dem Parkplatz von Walmart direkt in Pendleton, der aber zur Round-Up Zeit eher wie ein großer, vollgepackter Campingplatz aussieht. Wir ergattern einen schmalen Platz zwischen zwei Wohnwägen von Indianern, verlassen diesen aber nachts um zwei Uhr wieder, da die Feierlichkeiten der Ureinwohner mit Unterstützung von Stromgeneratoren uns kein Auge zumachen lässt. Hinter der Großen Arena ist während des Rodeos ein Indianerdorf aufgebaut, das aus über 100 Tipis besteht und für die meisten der ca. 500 Indianer verschiedener Stämme als Nachtlager dient. Für uns ist schon die Zeit vor dem Rodeo unterhaltsam, in der wir die Akteure beim Vorbereiten auf das Großereignis beobachten können. Am Abend gehen wir noch ins Happy Canyon Theater, auf dessen großer Bühne von über 300 Mitwirkenden ein Einblick in die indianische Kultur sowie die Übernahme durch den weißen Mann vorgeführt wird.

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01 Rodeoarena in Pendleton02 ein stolzes Pferd - ein stolzer Reiter03 wo ist die Genehmigung vom TUEV04 kleine Squaw05 auch die Beine der Cowgirls sind perfekt gestylt06 der Nachwuchs laechelt um die Wette 07 der Haeuptling ist bereit fuer die Parade08 Tipidorf

Bevor es dann am Freitag Nachmittag zu den ersten Qualifikationswettkämpfen zum Rodeofinale kommt, findet am Morgen die "Westward Ho Parade" statt. Während auf motorisierte Fahrzeuge komplett verzichtet wird, kann man auf dem Rücken von 654 Pferden oder in zahlreichen Kutschen toll gekleidete Indianer, Cowgirls und Cowboys bewundern. Die bei anderen Rodeos gekürten Schönheitsköniginnen, sowie die am Morgen bei der Wahl zur "Miss Indian Beauty" auserwählten Indianerinnen verzücken vor allem die am Straßenrand stehende Männerwelt.

01 Parade in Pendelton02 huebsche Maedels03 stolze Frauen04 ueber 650 Pferde waren bei der Parade05 so wurden frueher die Baumstaemme transportiert06 die Haeuptlinge kommen07 schoener Anblick bei der Parade08 wenn das kein cooler Indianer ist09 sind das nicht Tom Sawyer und Huck Finn10 von dem Pferd waren wir begeistert11 in diesem Wagen war Stimmung12 die Indianerstaemme praesentieren sich

Am Nachmittag heißt dann das Motto "let'er buck" und wir ergattern noch zwei der letzten Eintrittskarten zum begehrten Rodeo Spektakel in der mit 10.000 Plätzen gefüllten Arena. Die Qualität der Reiter ist doch um einiges besser als das, was wir bei anderen Rodeos gesehen haben und die meisten der Reiter halten sich auf dem Pferd oder dem wilden Bullen. Die Pausen zwischen den Wettkämpfen werden gefüllt mit Clownseinlagen oder mit spektakulären Pferderennen der Indianer.

01 es geht zur Sache02 nicht jeder haelt sich im Sattel03 die zukuenftigen Cowboys04 Pferderennen der Indianer05 ohne Sattel06 nach jeder Runde wird das Pferd gewechselt07 und weiter gehts08 fuer Unterhaltung wird gesorgt09 Kaelberfang ohne Lasso10 nun vorbereiten zur Landung11 sieht besser aus12 fesch gemacht13 Rennen der Indianerfrauen14 Bullriding15 Bullriding16 Barrel racing

In einer der Wettkampfpausen werden die verschiedenen Indianerstämme vorgestellt. Während die Stammesmitglieder sich alle im Innern der Arena versammeln, reiten einige Auserwählte neben den Häuptlingen auf der Außenbahn durch die Arena, werden vom Stadionsprecher vorgestellt und von den Zuschauern lautstark bejubelt.

01 Indian Beauty 102 der Haeuptling beherrscht sein Pferd03 alle Staemme versammeln sich in der Arena04 Indian Beauty 205 next chief06 ueber 500 Indianer sind hier07 alle haben perfektes Outfit 08 Indian Beauty 3

Nach dem Rodeo findet dann außerhalb der Arena das von uns ersehnte Powwow statt. Eine Gruppe von rund 10 Indianern geben auf ihren Trommeln und dem dazugehörigem Gesang die Musik vor, zu der abwechselnd Männer und Frauen in ihren Indianerkostümen im Kreis ihre traditionellen Tänze zelebrieren. Eine aus drei Indianern bestehende Jury bewertet in mehreren Tanzeinlagen sowohl den Tanz als auch die Kostüme und kürt nach vielen Beratungsrunden die Sieger.

01 das Powwow beginnt02 die Taenzer sind hochkonzentriert03 es kommen immer mehr  04 die Kostueme sind alle selbst gemacht05 traditionelle Taenze werden vorgefuehrt06 alle Generationen sind dabei07 er ist nicht auf dem Kriegspfad 08 die Damen werden praemiert

Am darauffolgenden Morgen machen wir uns wieder auf den Weg an die Küste Oregons, nicht ohne vorher unseren Freunde Jane und Bill in Portland einen Besuch abzustatten. Da aber auch unsere Lenkung schon seit längerem ziemliche Schwierigkeiten bereitet, fährt Bill mit mir durch Portland zu mehreren Dodge Händlern, um das Problem analysieren zu lassen. Doch kein Händler erklärt sich bereit, überhaupt einen Blick in unser Mobil zu werfen. Mehr Glück haben wir da bei den Mechanikern eines neutralen "Sprinter Stores", die aber dann leider ein defektes Lenkgetriebe erkennen und die teure Reparatur erst nach Erhalt der Ersatzteile in 6 Tagen durchführen können. Kurzerhand packen uns Jane und Bill in ihren Wagen und wir fahren an die Küste an den Cannon Beach. Nach einer kurzen Ortsbesichtigung machen wir einen Strandspaziergang, bei dem auch Milo und Pancho ihre Freude haben. Zum Abschluss testen wir im Fischrestaurant Mo`s die dortige Spezialität Clam Chowder, eine Art Suppe aus Meeresfrüchten, Sahne, Kartoffeln und vielem mehr.

01 Ausflug an die Kueste02 am Cannon Beach03 Strandspaziergang04 in Cannon Beach 05 es ist sehr stuermisch06 zwei ausser Rand und Band07 schoene Kueste von Oregon 08 Jane und Bill mit Milo und Pancho

Die Tage in Portland vergehen wie im Flug. Gemeinsam besuchen wir mehrere leckere Restaurants, treffen Freunde der Beiden bei einem Besuch im Pub und haben einen sehr unterhaltsamen Abend bei der Varieté Show von "LiveWire". Die mit viel Comedy und Gesang gestaltete Show wird ein paar Tage später im Radio ausgestrahlt. Am darauffolgenden Montag wird unsere Lenkung wieder auf Vordermann gebracht und wir verlassen Portland nach ungeplanten, aber sehr schönen 9 Tagen bei Jane und Bill. Die Fahrt geht in südwestlicher Richtung weiter, aber schon kurz nach Portland, bei McMinneville, treten wir auf die Bremse und trauen unseren Augen kaum. Inmitten einer Obstplantage steht ein Haus, auf dessen Dach ein Jumbojet, eine Boeing 747, abgestellt ist. Wir biegen schnell ab, um dem Ganzen etwas näher auf den Grund zu gehen und erkennen ein riesiges Areal eines Flugzeugmuseums. Das aus 3 großen Gebäudekomplexen bestehende Museum „Evergreen Aviation Center“ ist leider schon geschlossen, aber schon die Außenansicht mit vielen im Freien abgestellten Kampfjets ist sehenswert. Durch die Fenster erkennt man eine Ansammlung verschiedenster Flugzeuge vom Nachbau eines Prototypen der Gebrüder Wright, über Kriegsflugzeuge jeder Art bis zum gigantischen Transportflugzeug. Die dritte Halle entpuppt sich als eine Art Hallenbad, auf dessen Dach ein originaler Jumbojet als Ausgangspunkt einer langen Wasserrutsche dient. Verrückt!

01 Rosinenbomber 02 Flugzeuge der ersten Generation03 gut gelandet04 platzsparender Flieger05 Flugzeugmuseum in McMinnville06 eine Grumman F14  07 ohne Worte08 tolle Ausstellung

Am Abend erreichen wir wieder die Küste Oregons. Wir genießen unsere letzten Tage in diesem schönen Bundesstaat beim Sonnenuntergang, sowie beim Beobachten einer Gruppe von Buckelwalen, die sich unweit vom Ufer aufhalten und sich uns für geraume Zeit zur Schau stellen.

01 wir fahren entlang der Kueste02 vom Parkplatz beobachten wir eine Gruppe Wale03 gemuetliches Plaetzchen04 wir geniessen den Sonnenuntergang

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